Blake Watt ist eines der drei Kinder von Tracey Thorn und Ben Watt, besser besser bekannt als Everything But The Girl. Mit der Musik der Eltern liebäugelt der Spross aber nur am Rande, sein Ding ist ein üppig arrangierter und orchestrierter Folk- und Soft-Rock. Mit „Remedy“ startet dieses Debüt aber zunächst ganz minimalistisch. Watt singt mit zarter, weicher Stimme, dazu spielt er ein sparsames Klavier, das von ein paar Synthesizer-Melodien umgarnt wird. Andernorts hören wie eine Lap-Steel, Mandoline, Banjo, Double-Bass oder auch ein Mellotron die feine Sound-Tüpfelchen in diese entspannten Sound-Landschaften setzen. Blake Watts ist kein Mann der großen Worte, er stellt lieber Fragen, als dass er Antworten liefert. Seine Musik ist ähnlich zurückhaltend, demonstrativ unaufgeregt oder effektheischend. Nach eigenen Aussagen ist der Künstler von Musikern wie Elliott Smith, John Martyn, Bob Dylan, Neil Young und Adrianne Lenker beeinflusst worden, man könnte hier noch Nick Drake und vor allem Midlake addieren (und dafür Dylan und Young weg lassen). Musik für nächtliche Zugfahrten, Regenfenster und Kopfhörer als für große Rockmomente. Fans von langsamen, emotionalen Indie-Platten dürften damit viel anfangen können. (Bertus) HuSch
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https://youtu.be/-qtuzmbpot8?si=TsQEVJnUygzTflOy


