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Fünf Fragen an … T.G. Copperfield

Am 23. Oktober erscheint ein neues Album - "Super Raw 13"

Mit 3 Dayz Whizkey wurde er bekannt, vor zehn Jahren startete er mit seiner Electric Band – der Sänger & Gitarrist T.G. Copperfield aus der Oberpfalz. Nachdem er Anfang 2017 sein erstes selbst betiteltes Solo-Album „Copperfield“ veröffentlichte, hat er inzwischen das Dutzend voll mit seinen Veröffentlichungen unter diesem Label,

Mit 3 Dayz Whizkey wurde er bekannt, vor zehn Jahren startete er mit seiner Electric Band – der Sänger & Gitarrist T.G. Copperfield aus der Oberpfalz. Nachdem er Anfang 2017 sein erstes selbst betiteltes Solo-Album „Copperfield“ veröffentlichte, hat er inzwischen das Dutzend voll mit seinen Veröffentlichungen unter diesem Label, und jetzt kommt im Herbst mit „Super Raw 13“ ein neuer Longplayer – bereits Album #13, T.G. ist eben ein echter „worcaholic“.

1) In weniger als zehn Jahren mehr als ein Dutzend Alben zu veröffentlichen, das schaffen nur wenige Musiker. Rechnet man die sieben Alben mit 3 Dayz Whizkey dazu, sind das dann aktuell sogar 20 Scheiben. Wie schaffst du das?

Da ist tatsächlich Einiges zusammengekommen über die Jahre, wobei es sich für mich gar nicht so viel anfühlt. Ich bin permanent am Schreiben und versuche, die Songs nicht auf die lange Bank zu schieben, wenn ich die Inspiration dazu habe. Die größte Herausforderung ist da tatsächlich eher, alle Beteiligten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, um ins Studio zu gehen. Da hatte ich bisher immer Glück mit sehr tollen Musiker:innen zusammenzuarbeiten und die Zeit dann sehr effizient genutzt wurde. Es ist eine Mix aus Disziplin, Organisation und Planung und guter Vorbereitung und Spaß an dem, was man macht.

2) Zwischen „All in your head“ und dem neuen Longplayer „Super Raw 13“ gibt’s ja einige Unterschiede. Zum Beispiel bei der Produktion oder der Besetzung. Wie siehst du das selbst?

Da gibt es sehr viele Unterschiede. Bei „All In Your Head” hatten wir Martin Meinschäfer als Produzenten und wir haben das Album bei ihm in Arnsberg eingespielt mit der kompletten Electric Band (Air Hofmann an den Drums, Claus Bächer an den Keys und Don Karlos am Bass). Das war alles sehr gut vorbereitet und wir haben uns viele Gedanken im Vorfeld gemacht über Sound, Arrangement, Instrumente und Co. Das hat uns ermöglicht, die Stücke komplett Live einzuspielen und es blieben nicht viele Fragen offen. Bei Super Raw 13 habe ich einen sehr spontanen Ansatz gewählt. Meine Ansage war: ich habe einen Tag Zeit im Studio, die Songs kennt noch keiner der Musiker und ich möchte soviel wie möglich an dem Tag aufnehmen mit begrenzten Mitteln: Trio Format (Air an den Drums, Hubi Hofmann am Bass) und mit zwei Gitarren und einem Amp. Das war ein ähnlicher Ansatz damals wie bei „Tunes For George“, nur diesmal mit härterer Gangart und am Schluss sind zehn Songs rausgekommen. Wie in den 70ern eingespielt, ohne Clicktrack und möglichst die ersten zwei, drei Takes gleich verwenden. Hubi und Air als Brüderpaar haben einfach ein blindes Verständnis untereinander und ich wusste schon, dass die beiden für ein solch spontanes Experiment gut zu haben sind. Das Ergebnis finde ich nach wie vor erstaunlich und vor allem „Super Raw“!

3) Das neue Album kommt exklusiv als Vinyl-Ausgabe, was ist der Grund dafür?

Viele Fans liegen uns immer wieder in den Ohren, dass wir wieder Schallplatten herausbringen. Alle unsere bisherigen Exemplare (Magnolia und The Electric Band) sind schon vergriffen und deshalb war es wieder Zeit dafür, auf Vinyl zu setzen. Ich liebe ja selber Schallplatten sehr und deshalb wollte ich diesmal mit „Transparent Green“ auch einen Anreiz für Sammler setzen. Sieht extrem cool aus und passt volle Kanne zur Musik mit seiner dystopischen, unterschwelligen KI-Kritik. CDs sind nach wie vor cool und aus meiner Sicht das optimale Medium für Musik bisher, aber wir wollten diesmal bewusst auf Vinyl setzen.

4) Du arbeitest immer wieder mit verschiedenen Musikern zusammen. Wieso und was ist da noch zu erwarten?

Das ist eine Frage, die ich nicht wirklich beantworten kann. Es wird definitiv in der Zukunft eine sehr spannende Kollaboration mit Dr. Will und den Wizards geben. Dazu möchte ich aber noch nicht zuviel verraten. Ansonsten bin ich ja immer mal wieder bei Sessions eingeladen und hatte das Vergnügen mit Leuten wie Timo Gross, Jochen Volpert oder der Glems Allstar Band zu spielen. In erster Linie bin ich Songwriter und mein eigenes Material steht bei mir im Vordergrund. Aber ich bin natürlich auch leidenschaftlicher Gitarrist, der einfach Bock hat, den Amp aufzudrehen. Und das mache ich immer wieder gerne auch mit befreundeten Kolleginnen und Kollegen aus der Szene.

5) Was sind die Pläne für die nächste Zukunft?

Zuerst natürlich der Release des neuen Albums am 23. Oktober und dann die „Super Raw Tour“, bei der wir das Ganze Live vorstellen werden. Ich habe viel vor im Jubiläumsjahr 2027. Immerhin kann ich da das Zehn-jährige meiner Solokarriere feiern. Dazu bald mehr.