Krasses Kontrastprogramm zum Edmund Konzert vom letzten Wochenende: Ausverkauftes Haus bei gut 1300 frenetischen Fans gestern Abend im extrem heißen „Airport“ in Obertraubling dank einer sehr guten Portion Metalcore/Melodic Death Metal von Heaven shall Burn als Headliner im Rahmen ihrer „Heimat over Europe Tour 2026“. Leider gab es nur gut 75 Minuten Mucke, wobei auch noch zwei Cover Songs in der Setlist auftauchten, die sonst natürlich von Stücken der aktuellen Scheibe dominiert wurde: „Valhalla“ von Blind Guardian bzw. „Black Tears“ von Edge of Sanity. Definitiv klasse dargeboten, aber ich frage mich wofür? Die Band hat dank zehn Alben eigentlich genug eigene Songs in der Hinterhand und bei der Konzertlänge… Nun ja. Mein Highlight war das recht melodiöse, also auch gesanglich, „Godiva“ vom 2013er Album „Veto“. Vor HSB kamm aber noch zwei Supports: Coolen, eher groovigen old school US Death Metal á la Obituary boten die Einheizer 200 Stab Wounds mit einigen netten Gitarrensoli von deren beiden Gitarristen und einem starken Fellgerber und Songs aus den bis dato zwei Alben. Leider war ihnen nur eine 30 Minuten lange Spielzeit vergönnt, die man dann auch noch mit einer gut fünf Minuten langen instrumentalen Nummer als Einstieg etwas „verplemperte“. Man scheint nicht so schnell zu sein mit dem Komponieren, obwohl es die Band schon seit sieben Jahren gibt. Das Mittelstück im musikalischen Sandwich übernahmen die Amis von Sanguisugabogg, die leider für meine Ohren total öden US Death Metal ohne Finesse feilboten und zudem wohl noch ihren Bassisten unterwegs verloren hatten. Hier zum Glück nur 30 Minuten, die man besser dem Opener als Bonus zugestanden hätte. Dem anwesenden Publikum schien es dennoch gefallen zu haben, was ja dann die Hauptsache ist. Unterm Strich dennoch knapp 140 Minuten feine Dienstagabend-Unterhaltung inklusive Crowdsurfern und Moshpit. (HJH)

Heaven Shall Burn

200 Stab Wounds

Sanguisugabogg


