Anaïs Oluwatoyin Estelle Marinho, die Engländerin mit Französisch-Afrikanischen Wurzeln hatte ja bereits mit ihrem zweiten Album den begehrten Mercury Prize gewonnen. Jetzt modifiziert sie ihren Stil ein wenig, ersetzt Live-Band-Sessions durch modulare Synthesizer, Ableton-Plugins und Sampler, die die frenetischen, pulsierenden Räume, in die sie eingetaucht war, kanalisieren und gleichzeitig ihre gefeierte Poesie und Lyrik in den Vordergrund stellen, für die sie so geliebt wird. Sie selbst sagt, sie hätte während der Aufnahme-Sessions noch nie so viel getanzt. Das glaubt man ihr aufs Wort, denn hier hört man Anklänge an die britischen Beats von The Streets und Burial, der glitzernden Synth-Katharsis von LCD Soundsystem und den verwurzelten House-Grooves von Theo Parrish. Alles recht auf Gefälligkeit getrimmt ohne aber komplett Richtung Mainstream abzudriften. Songs wie etwa „Heaven“ haben dann einfach diesen ganz speziellen Kick der der Massenware abgeht. (PIAS) HuSch
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https://youtu.be/0zpKlmSevJs?si=o9UE5Ni4YUkIkTgQ


