Wenn jemand MILES DAVIS und TALK TALK als Einflüsse nennt wird der Rezensent schon hellhörig, ohne einen Ton des angekündigten Releases gehört zu haben – bei dem Gitarristen und Komponisten HARRY CHRISTELIS ist eben dies der Fall. Was sein neues Album „Preserving Fictions“ angeht ist dies noch längst nicht alles. Gemeinsam mit Christos Stylianides (tp, effects), Andrea Di Biase (b, synth) und Dave Storey (dr) erzeugt CHRISTELIS (g, effects) einen phantastischen Mix aus Post-Jazz bester ECM-Schule, Ambient und folk-inpirierten Improvisationen (JOHN MARTYN!). Organisch, atmosphärisch, fliessend, meditativ.. und mehr… CHRISTELIS‘ Trompete hebt in bester JON HASSELL-Manier zu immer neuen Ufern ab, die Begleiter bilden ein solides Fundament, es bleibt jedoch genügend Raum für kollektive Exkursionen und Solo-Ausflüge. Die Effektgeräte werden gezielt mit eingesetzt und stellen schon beinahe eigene Instrumente dar, was den zwölf Tracks genau die Einmaligkeit verleiht, die „Preserving Fictions“ zu etwas ganz Besonderen macht. Aufregend und entspannend zugleich – und bei jedem Anhören entdeckt man wieder neue Details. Wunderbare Band, wunderbares Album! (Clonmell Jazz Social) TheRealPal
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