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Fünf Fragen an…      Markus „Muck“ Kotz

Initiator des „Regensburg:Lädschends on fire“-Konzerts am 10. Oktober

A.C.Braun hatte dazu und auch sonst einige Fragen

Freunde des Blues, Folk, Jazz und Rock wissen es bereits: Am 10. Oktober findet in der Alten Mälzerei ein einmaliges Konzert statt. Unter dem Titel „Regensburg Lädschends on fire“ werden auftreten: Rudi Beer und Sepp Frank (u.a. Chambergrass), die Jazzlegenden Axel Prasuhn, Rudi Müllbauer und Waldemann Artmann (u.a. Kaiserjazzer). Blues at it’s Best gibt es mit John Kirkbride und Markus „Muck“ Kotz (GardenStreetMucke), Stefan Brandl (u.a. Lobaduo), Bert Wenzl (u.a. Negerländer). Folk, Jazz & Blues hört man in diesem denkwürdigen Konzert mit Yankee Meier (Old Folks), Thomas Pielmeier (Letzte Bestellung), Clemens Matejka (u.a. Mass), die Rock-Lädschends Wolfgang Haarer (u.a. Staid As Quo), Jürgen Blochberger, Reinhold Blochberger, Stefan Adler (u.a. Tana Nile) und Herbert „Happy“ Schwarzfischer (u.a. Sacco & Mancetti). Weitere hochkarätige Special Guests werden kurzfristig bekannt gegeben. Alois C. Braun sprach vorab mit Markus „Muck“ Kotz, dem Initiator des Konzertes.

Du bist nicht nur in der Regensburger Szene durch viele eigene Bands und als Musiker, der gerne die Bühne mit Anderen teilt, bekannt. Weißt du noch, wann dein erster Auftritt war und wie oft du seitdem auf der Bühne gestanden hast?

Wenn man die Zeit als Kind außen vorlässt, würde ich sagen Ende der 70er in Regensburg in der Teestube neben dem Hinterhaus. Mit Liedern wie „Freight Train“. Wie oft ich insgesamt auf der Bühne war, kann ich nach über 50 Jahren Musik nicht sagen. Zu meinen Bestzeiten waren es schon allein etwa 150 Auftritte im Jahr, die ich bei der GEMA abgerechnet habe.

Auf der Bühne spielst du überwiegend Mundharmonika, bist aber Multiinstrumentalist. Welches Instrument ist dir das liebste? 

Am liebsten ist mir Gesang, da nicht nur Melodie und der Rhythmus transportiert werden, sondern auch die Aussage des Wortes zum Ausdruck kommt. Ich zitiere Duke Ellington:

“Ich habe eine Geliebte. Sie ist schön und sanft.

Sie bedient und verwöhnt mich. Sie swingt und ist anmutig.

Hört man ihre Stimme, so traut man seinen Ohren nicht.

Sie ist zehntausend Jahre alt, doch modern wie das Morgen,

jeder Tag eine nagelneue Frau und endlos wie die Mathematik.

Das Leben mit ihr ist ein Labyrinth voller Überraschungen,

und ich schaue voller Freude und Neugier auf jede ihrer Bewegungen.

Die Musik ist meine Geliebte, und sie hat Vorrang vor allen.“

Neben einem unglaublich großen Repertoire an Songs hast du auch ein weites Fachwissen über den Blues. Was ist für dich das Faszinierende an dieser Musik?

Die Einfachheit, die aber zugleich zur Schwierigkeit wird. Deswegen gibt es auch viel zu viel Beamtenblues und -jazz.

Die Idee zu dem Lädschends-Konzert in der Alten Mälzerei kam von dir. Bei der großen Anzahl an Musikern hängt an der Organisation aber sicher jede Menge Arbeit, die niemand alleine bewältigen kann. Wer hat dir bei den Vorbereitungen besonders geholfen?

Es waren vom ersten Moment an alle angesprochenen Musiker Feuer und Flamme für die Idee und jeder hat seinen Teil zu den Vorbereitungen beigetragen. Als Beispiel möchte ich Tana Nile erwähnen, die schon seit Ende der 70er zu meinen musikalischen Wegbegleitern zählen. Stefan hat z.B. gleich zwei verschiedene Plakate entworfen. Innerhalb von nur drei gemeinsamen Treffen (meistens waren wir zu zwölft!) und etlichen Bieren sind wir dann alle gut voran gekommen…

Du hast in einem Interview gesagt, die Zeit läuft, alle werden immer älter und alles geht irgendwann zu Ende. Deshalb hast du auch dieses Konzert initiiert. Mit wie viel Wehmut wirst du am 10. Oktober auf der Bühne stehen?

Bei so vielen Weggefährten, die schon gegangen sind, natürlich mit viel Wehmut. Deine Frage beantwortet auch ein Lied aus meinem Requiem: MY HARP HELD IN MY HAND

I´m gonna get to heaven

With my harp held in my hand

I´m gonna get to heaven

With my harp held in my hand

´Cos Jesus was a blueser

I know he´ll understand

I´ll say hello to Muddy Waters, and Lightning Hopkins too

Shake hands with Robert Johnson, and we sure will boogaloo

With Jesus on vibrations  –  and Gabriel on drums

We´ll play the heavenly boogie  –  until paradise just hums

CHORUS

I´ll sing it with Bo Diddley, and blow with Sonny Boy

Sipping manna ´till we´re tiddly  –  and be filled with holy joy

Share a mic with J. B. Lenoir, with my arm round Otis Span

Play the blues for all the angels, and we give them all we can

CHORUS

Walter Horton right beside me, Elmore James on slide guitar

Memphis Minnie clapping windly, while she´s standing at the bar

Yes we´ll get old heaven humming, while we´re bopping with the crowd

It will be a great sensation  –  playing blues up on a cloud