altemaelze

Trespasser

Grace Potter

Dimensionsübergreifende Road-Saga mit zehn Titeln

Grace Potter kündigt ihr siebtes Studioalbum Trespasser an, das am 21. August erscheinen wird. Auf zehn Titeln präsentiert Trespasser eine wunderbar widerspenstige Gruppe von Charakteren, die sich mit absoluter Hingabe in verbotene Bereiche vorwagen. Produziert von ihrem Ehemann und langjährigen Kollaborateur Eric Valentine (Queens of the Stone Age, Weezer, Slash) und aufgenommen auf einer Reise quer durch das Land, die in ihrem Haus in Topanga mit Benmont Tench (Tom Petty & the Heartbreakers) begann, in Nashville mit den Mother Road-Sessionmusikern Nick Bockrath, Tim Deaux und Matt Musty fortgesetzt und in Vermont mit Mitgliedern ihrer langjährigen Live-Band (den Gitarristen Indya Bratton und Ricky Dover Jr., dem Bassisten Kurtis Keber und dem Schlagzeuger Jordan West) abgeschlossen wurde, spiegelt das neue Album seine Ursprünge mit einem eigenwilligen Sound wider, der von reduzierter Soulmusik über kosmischen Country bis hin zu wildem Rock ’n’ Roll reicht – und das alles, während es um Potters kraftvolle Stimme kreist und von ihrer fantasievollen Erzählkunst. Als spirituelle Fortsetzung des von der Kritik gefeierten Albums Mother Road aus dem Jahr 2023 setzt Potter die kaleidoskopische Geschichte fort, die durch ihre zahlreichen Roadtrips von ihrem Zuhause im Topanga Canyon zu ihrem Zweitwohnsitz in ihrer Heimat Vermont geprägt ist (eine Reise, die sie in den letzten fünf Jahren acht Mal unternommen hat, meist allein). Doch während Mother Road aus einem verzweifelten Bedürfnis nach Trost inmitten eines emotionalen freien Falls entstand, offenbart Trespasser eine Künstlerin, die fest in ihrer einzigartigen Vision verankert ist. Als neuestes Kapitel einer Karriere, die von endloser Wandlung und elitärer Anerkennung geprägt ist, weist Trespasser letztlich den Weg zu einer ungebundeneren und weitreichenderen Art, sich durch die Welt zu bewegen.

Obwohl jeder Song ein Fenster zu ihrer inneren Landschaft öffnet, konzipierte Potter das Album als eine dimensionsübergreifende Road-Saga, in der sie das miteinander verwebt, was sie als „diese Fabeln und Handlungsstränge, die schon seit sehr langer Zeit durch meine Seele wirbeln“ bezeichnet. Teils Mythos, teils Fiebertraum, kreist die wechselnde Besetzung von Driftern auf der LP um Topeka: ein wildherziger Nomade, der in dem atemlosen und glühend heißen „Ride Or Die“ von einer Brücke fährt, nur um in der gespenstischen Träumerei von „Gasoline“ wiederauferstehen zu können. Mit seiner Gruppe von Außenseitern, zu der auch der laszive Geist eines Café-Lieferjungen und der vor Eifersucht rasende Diner-Besitzer gehören, der ihn getötet hat, wird Trespasser in „War On The Mountain“ episch – ein mythisches Psychodrama, in dem Ganzheit dadurch entsteht, dass man Frieden mit all den Anteilen seiner selbst schließt, die man verbannen sollte. (Thirty Tigers) P.Ro

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