altemaelze

Wrath of the Hammer

Stormhammer

Mischung aus traditionellem Heavy Metal, melodischem Power Metal und kraftvollen Gitarrenriffs

Wenn ich es nicht besser wüsste hätte ich das neue, bereits achte Album „Wrath of the Hammer“, der 1993 in München gegründeten Stormhammer, doch glatt nach Skandinavien verortet. Warum? Weil sich ein Großteil der neun Songs (plus ein kurzes instrumentales Intro) mit seinem harten und doch melodischen Power Metal nach Straovarius oder auch Sonatica Arctica anhört. Gesanglich gefällt mir das dann auch vorzüglich, keine Eierkneifervocals, auch wenn man im normal tiefen Bereich noch eine Kleinstmenge drauflegen könnte. Die Refrains sind fast durchweg gelungen und am wichtigsten, man vergisst auch bei den diversen richtig harten Nummern nie die Melodie aus den Augen. Der Star sind mal wieder die Herren der Gitarren, die sich die Finger wundfiedeln, aber nie übertreiben und „songdienlich“ agieren. Wer allerdings ein Problem mit einer Vielzahl an Keyboard- und Orchesterparts im Power Metal Bereich hat, wird hier nicht wirklich glücklich werden. Nicht dass man es übertreiben würde, oder sich die Chose wie auf dem Rummelplatz anhört (á la Battle Beast usw.), aber so ziemlich jeder Song ist schon gut vollgepackt damit. Fans von Rhapsody of Fire wissen was gemeint ist. Ansonsten kommen Fans von Bloodbound, Blind Guardian oder auch mal Savatage auf ihre Kosten. Balladen gibt es keine, dafür aber einen richtig starken Gesamtsound, der in den Händen von Alex Krull (u.a. Atrocity) lag und dafür sorgte, das man auch im Schlagzeugbereich keine Ohrenkrebs bekommt. Somit gibt es von meiner Warte aus fünf Sterne für ein Album, dass man doch immer wieder gerne in den CD Player schieben würde. (Rock of Angels) HJH

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal