altemaelze

Metalmorphosis

Masterplan

Neues Album nach langer Recording-Pause

Schlappe 16 Jahre hat es gedauert bis es von der Band Masterplan um den ex Helloween Gitarristen Roland Grapow neue Musik gibt. Mit „Metalmorphosis“ erschien nun nunmehr Album #6 fast in der gleichen Besetzung. Nur Drummer Kevin Kott ist der „Neue“. Die Produktion lag wieder komplett in den Händen von Roland in seinem eigenen Studio, weshalb der Sound generell richtig gut. Ab und zu klackert mir das Schlagzeug etwas zuviel und der Gesang hört sich etwas komisch an im Mix, aber man gewöhnt sich im Laufe der 50 Minuten daran. Das Hauptaugenmerk liegt eh auf den wirklich famosen Gitarrensoli, wohingegen die coolen Keyboards von Axel Mackenrott, wie auch neulich schon live im „Airport“, etwas untergehen. Nachdem es doch schon sehr lange her ist, dass ich eines der Alben gehört hatte, war ich doch ob der ziemlichen Härte und auch Düsternis einiger der Songs erstaunt. Vom Happy Helloween Sound ist nicht mehr wirklich was übrig und das ist irgendwie auch gut so. Schließlich gibt es ja schon einmal Helloween. Die bereits im April im „Airport“ live gespielten „Chase the light“ (sehr düster) und „Through the Storm“ (hier schimmern Helloween durch) gehören wie „Shadow Man“ und „Rise again“ in die Kategorie sehr knackig, fast schon Riot-artig, ohne aber die Melodien außer acht zu lassen. Die gibt es dann nicht nur in den tollen Refrains bei „Bound to Fail“ oder dem über acht-minütigem hymnischen „The Call“, der fast an den besten Masterplan „Enlighten me“ heranreicht. Eher Midtempo geprägt und an härtere Eclipse oder Kissin’ Dynamite erinnernd wird in der Mitte gar das Tempo herausgenommen und akustisch weitergezockt. Einziges Manko: In der ruhigen Gesangspassage klingt der sonst so stark Rick Altzi irgendwie schief. Ebenfalls sehr stark das orientalisch angehauchte am Anfang nach Led Zeppelin’s „Kashmir“ tönende und im weiteren Verlauf an Myrath erinnernde „Pain of Yesterday“. An Fahrt nehmen dann nochmal die beiden Pretty Maids Rocker „Electric Nights“ (tolle Keyboards hier) und der Titelsong auf. Balladen gibt es keine und braucht man auch nicht wirklich. Stringente Scheibe, die mir sehr viel Spass bereitet hat und auch schon in der CD Sammlung steht. Sechs Sterne somit von mir. (Frontiers) HJH

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