altemaelze

Monolitt

Mork

Dichtes, schweres und überraschend vielschichtiges Black-Metal-Ungetüm

Wer seinen Black Metal gerne hört, wenn sich die Drums wie ein Treppensturz anhört und die Gitarre wie ein kaputter Rasierappart klingt, in Verbindung mit einer Produktion aus dem Kartoffelkeller – für den ist das neue Album der norwegischen Einmannband Mork, genau nicht das Richtige. „Monolitt“, Album #7 und komplett in Norwegisch eingekrächzt, bietet eine wahrlich famose Produktion. Die Drums klingen fett, egal ob es mal ruhiger ist oder das typische Geknüppel Einzug hält in den Songs, man hört feine Gitarren, auch wenn es mit den Soli nicht viel her ist, und auch das eine oder Orchester-artige Einsprengsel. Hier macht überall Thomas Eriksen eine richtig gute Figur an den Instrumenten. Allein die Drums bediente Aigeir Mickelson und für die wenigen Klargesangspassagen bei „Torden“ war der mir unbekannte Øyvind Kaslegard zuständig. Damit es musikalisch abwechslungsreicher wird flechtet man mal hier Thrash Metal mit ein bei „Skromt“ bzw. Deicide Death Metal, wie ihn die Band auf den späteren Album feil bot, bei. „Marty“. Der Doom Anhänger wird glücklich beim schleppenden „Ferdamann“ und wer es eher mit Tempo mag geht bei „Inn i en annen sfære“ steil. Hier hört sich der Gesang dann auch teilweise an wie auf einer früheren VoiVod-Scheibe. Sehr cool das Ganze und mir, der nicht so oft Black Metal hört, ist das fünfeinhalb Sterne wert. Fans von u.a. Cradle of Filth oder Dimmu Borgir mit reduziertem Symphonic „Metal“Anteil lege ich die Scheibe mal ans Herz. (Peaceville) HJH

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