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Lansdowne

Kritik zum Konzert am 20. Juni im „Airport“ in Obertraubling

Kontrastprogramm zur Fußball-WM

Die Amis Lansdowne machten im Rahmen ihrer nach der aktuellen CD „Wish you Well“ benannten Europa Tour am 20. Juni in Obertraubling halt und überzeugten das leider zahlenmäßig leider überschaubare, aber sehr begeisterungsfähige Publikum. Im Vergleich zum doch sehr radiotauglichen Sound auf den bis dato drei veröffentlichten Studioalben legt man live doch eine Schippe an Härte drauf. So kommen Nummern wie die Singles „Rescue“, „Medicine“, „Halo“ oder „Burn it down“ doch gleich um einiges knackiger rüber. Was sich leider nicht so wirklich geändert hat sind die doch sehr minimalistischen Gitarrensoli, die die 10 Sekundenmarke kaum mal erreichen. Ausnahmen von dieser „Regel“ bildeten die beiden härtesten Nummern im Set, „Safeword“ bzw. „One Shot“, wo der Gitarrist bewies, dass er es auch anders kann, wenn man ihn von der Kette lässt. Gerne zukünftig mehr davon. Etwas nachteilig erweist es sich, dass sich die Songs doch alle recht ähneln, was der Stimmung im Publikum aber keine Abbruch tat. Abwechslung im Set stellten dann die beiden Balladen, der akustische mir leider unbekannte Song (in der Setlist wurde er nicht erwähnt), entweder von der Debüt EP „No home but the Road“ oder der ersten Full length CD „Blue Collar Revolver“, der dem auf die Bühne geholten Superfan Klaus gewidmet wurde, der die Band seit 20 Jahren unterstützt, sowie „Used to be“. Leider wurde der launige Abend dann nach 16 Songs recht zügig beendet, was nach gerade mal 65 Minuten Spielzeit doch sehr mager ist. Fans von Nickelback, Shinedown, Papa Roach oder Theory of a Deadman kommen hier definitive auf ihre Kosten, auch wenn die noch „größere“ Hits im Programm haben. Die 30 Minuten Supportmucke der Leipziger Band Blacktoothed war dann eher nichts für mich, und passte musikalisch so gar nicht zum Headliner, da mir eine Mischung aus Electropop, Metalcore, Alternative Rock und traditionellem Metal nicht wirklich zusagt. Der Klargesang von Frontmann Hendrik war mir dann auch zu schief. Besser machte es hier Gitarristin Mathilde, die beim besten Song im Set „Carried away“ vom derzeit noch immer aktuellen Album „Hideawy“ auch ein formidables Gitarrensolo zum Besten gab. Da hätte ich gerne mehr von gehört, denn der war schon richtig gut. Die Songs vom demnächst erscheinenden Album waren dagegen, zumindest live, eher naja. (HJH)