altemaelze

Ghosts In The Park

Bruce Soord

Keine leichte Kost, mehr für beschauliche Abende gedacht

BRUCE SOORD, 1972 in Arnstein/Bayern geboren und heute in Yeovil/UK lebend, ist manchen als Leader der Prog-Rock-Formation THE PINEAPPLE THIEF bekannt, deren letztes Album „It Leads To This“ vor zwei Jahren erschien und hier auch rezensiert wurde. Mit „Ghosts In The Park“ präsentiert er sein neuestes Solo-Werk, das zutiefst persönlich ausgefallen ist. Thematisch ist das Album stark von Verlusten und Erinnerungen geprägt, da es während der Zeit entstanden ist, in der SOORD den langsamen Niedergang und den Tod seines Vaters sowie die Alzheimer-Erkrankung seiner Mutter erlebte. „Ghosts In The Park“ kombiniert Aufnahmen, die in Hotelzimmern während seiner Tournee entstanden mit Studioproduktionen, wobei im Gegensatz zu den PINEAPPLE THIEF-Veröffentlichung besonderer Wert auf den Einsatz akustischer Gitarren gelegt wurde. Hier handelt es sich mit Ausnahme eines Tracks um reine Solo-Aufnahmen; bei „Kept Me Thinking“ wirkte Jon Sykes am Bass mit. „Ghosts In The Park“ ist ein nachdenkliches Album, das auf neun Tracks die eher introspektive des Prog-Rock aufzeigt; mir fallen als Vergleich langsamere, eher verhaltene PINK FLOYD-Stücke ein, wenn auch ohne Keyboards. Keine leichte Kost, mehr für beschauliche Abende gedacht, aber das Eintauchen ins SOORD-Universum lohnt sich. Tip! (Kscope) TheRealPal

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