In der Reihe „from the vaults“ für den Mai 2026 diesmal ein Album, das 2006 erstmals eingespielt wurde und jetzt neu veröffentlicht wird. Mit der neu gemasterten Wiederveröffentlichung von „Fur and Gold“ kehrt Natasha Khan zu ihrem eindrucksvollen Debüt zurück – einem Album, das schon 2006 zeigte, wie eigenständig ihr Klangkosmos ist. Das neue Abbey‑Road‑Mastering verleiht den Stücken mehr Tiefe und Klarheit, ohne den ursprünglichen Zauber zu glätten. Musikalisch bewegt sich „Fur and Gold“ zwischen cineastischem Pop und traumverhangenen Folk‑Elementen. Viele Songs basieren auf einem hypnotisch‑monotonen Rhythmus, über dem Khan ihre Stimme schweben lässt – mal geheimnisvoll, mal verletzlich, immer mit einer fast rituellen Intensität. Die Reissue enthält außerdem einige Demos, die einen spannenden Blick hinter die Kulissen erlauben. Nicht alle sind zwingend, aber manche zeigen Khans Songwriting in einer rohen, unmittelbaren Form, die dieser Wiederveröffentlichung zusätzliche Facetten verleiht. Der faszinierende Song „Dark Time“ erinnert an SIOUXSIE & THE BANSHEES. Fazit: Ein eindrucksvolles Debüt, das im neuen Master noch klarer strahlt – atmosphärisch, filmisch und getragen von Khans unverwechselbarer Stimme, auch wenn die repetitiven Rhythmen manchmal etwas gleichförmig wirken. (BMG) HuGe
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