Ihr vermutlich schwierigstes Album bislang, und schön, dass es endlich da ist. Die Band hatte tatsächlich ein paar Haare gelassen. Und bei aller Bierlaune ist auch etwas Reife bei den asozialen Säufern eingekehrt. Umso schöner, dass Album #3 so locker und gekonnt klingt wie eh und je. Dem Titel entsprechend ist die Band sich nach wie vor für kein Wortspiel zu schade (siehe Calvin Kleingeld), schafft es aber trotz aller zur Schau gestellten Plumpheit nicht, tiefgreifende Themen zu umschiffen. Denn so radikal und derb sich das Trio auch textlich hie und da gibt, so feinfühlig und clever behandelt es auch schwere Themen wie Depression und Scheitern in der „Erwachsenenwelt“. Dazwischen Songs gegen Bonzen, übers Biertrinken in der Dusche und Darten (wtf?). Aber alles völlig normal. Und der Sound so abwechslungsreich und fett wie noch nie. Onkel Jan sei Dank! Sie sind einfach die Besten mit ihrem besten Album bislang. Ich steh auf: Und leg mich wieder hin. Dazwischen ASMR auf Dauerschleife. (Aggressive Punk Produktionen) H1
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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal


