altemaelze

Into the Blue

Clarissa Forster Quintett

Zwischen Kammerjazz, zeitgenössischem Songwriting und offenen, atmosphärischen Klangräumen

„Into the Blue“ wirkt wie ein Jazzalbum, das seine Hörer erst einmal testen möchte. Bereits Song #1 „Into the Blue“ beginnt uneindeutig‑verhuscht, als hätte die Band beschlossen, den Einstieg absichtlich im Nebel zu verstecken. Die Aufnahmequalität trägt ihren Teil dazu bei: Sie klingt unklar und undefiniert, fast so, als wolle sie sich nicht festlegen, ob sie Studio‑ oder Live‑Charakter – mit Mikro aus aus der Ferne – haben möchte. Insgesamt präsentiert sich die CD in meinen Ohren sperrig und oftmals unzugänglich – so sehr, dass man sich fragt, ob das nicht genau der Plan war. Das Presse-Info formuliert ja explizit: „Nicht alles wird erklärt oder aufgelöst“; es geht um einen „Interpretationsraum“. Vielleicht soll man sich durch die Kanten arbeiten, vielleicht ist es ein ästhetisches Statement, vielleicht einfach eine Herausforderung an die Hörgewohnheiten. Wer sich darauf einlässt, findet interessante Momente, aber leicht macht es einem das Quintett definitiv nicht. (Unit Records) HuGe

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