altemaelze

Dark Kid

The Green Apple Sea

Eindrucksvoll!

„Dark Kid“, das fünfte Album der 1998 in Nürnberg gegründeten Band THE GREEN APPLE SEA um den Sänger und Songwriter Stefan Prange enthält zehn Tracks, deren Sound… ja, wie beschrieben werden kann? Es ist „Indie“, aber mit einer wunderschönen Prise Folk angereichert, wobei der Harmoniegesang eine tragende Rolle spielt. Prange beschreibt seine Kindheit und Jugend in den Songs als nicht immer ganz leicht. Er thematisiert Erfahrungen wie den Spitznamen „Satan“, den sein Stiefvater für seinen Vater verwendete, und die grausame Erlebnisse, wie das Anketten an ein Treppengeländer durch seine Stiefbrüder. Bei aller Ernsthaftigkeit ist die Stimmung des Albums jedoch alles andere als depressiv; vielmehr geht es dem Quartett darum, Traurigkeit in Melancholie, Bitterkeit in Achselzucken und Wut in eine ausgestreckte Hand zu verwandeln. Man fühlt sich einfach gut (aufgehoben) beim Zuhören, was sowohl an der Unaufgeregtheit der Darbietung als auch an der ausgefeilten Instrumentierung und der guten Produktion liegt. A propos Kindheit: Der Pressetext enthält eine Geschichte, in der ein Kirchenkonzert von Prange gemeinsam mit einem Freund erzählt wird: Anstatt der üblichen Kirchenlieder spielten die beiden unter Angabe von Fantasieautoren zwei BLACK SABBATH-Songs, angereichert mit IRON MAIDEN-Versatzstücken – und ernteten großes Lob, obwohl Prange sich sicher war, ein Ticket zur Hölle gelöst zu haben. Groß – ganz groß. Wie dieses Album. Wunderbar! (K&F Records/Hometown Caravan) TheRealPal

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