altemaelze

Pie Town

L.A. Edwards

Mit dieser Scheibe spielt sich die Band auf jeden Fall in die erste Liga der Americana-Bands

Soso, Album Nummer vier dieser feinen kalifornischen Band, und ich entdecke die erst jetzt. Ok, California is far away; trotzdem Schande über mich. Aber ich greife vor. Die Brüder Luke, Jerry und Jay (plus Keyboarder Landon Pigg und Bassist Jesse Dorman) wollten auf „Pie Town“ offenbar noch eine Hochdosis Gesangsharmonie und eine Prise Rock drauf legen. Im Gegensatz zu den eher folkigen Frühwerken gibt es hier gelegentlich die Rock-Breitseite. Da die beeindruckenden mehrstimmigen Vocals stets perfekt funktionieren, hat das Amalgam seinen Reiz. Der satte Schlagzeug-Groove von „Good luck“ und der speedige Gitarren-Drive von „Comin‘ around“ überzeugt auch Rock-Fans. Bei Balladen wie „Can you see me?“, „Angel wait“ oder „For you‘“ geht mir auf jeden Fall das Herz auf. Mit dieser Scheibe spielt sich die Band auf jeden Fall in die erste Liga der Americana-Bands. Wer auf WILCO, JAYHAWKS oder BLUE RODEO steht, sollte für „Pie Town“ mehr als nur ein Ohr riskieren. Wer sie Live erleben will, hat ab Juli (s)eine Chance, es gibt vier Konzerte (Frankfurt am 6.7., und weiterhin Köln, Berlin, Hamburg). Wer fährt mit? (Bitchin‘ Music Group / MARS Worldwide) HuGe

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