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Fünf Fragen an …Wolfgang Haarer

Der bekannte Regensburger Musiker ist unter die Schriftsteller gegangen.

Er ist einer der aktivsten Cracks der lokalen Szene seit er Anfang der 80er angefangen hat Musik zu machen und spielt heute noch in sechs Bands. Jetzt hat er Mitte Juli in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren „So rockten wir die 80er“ im Selbstverlag veröffentlicht

Wolfgang Haarer ist einer der ausdauerndsten Cracks in der Regensburger Szene seit er vor gut vier Jahrzehnten angefangen hat Musik zu machen. Zuerst mit Aragon Tyros, aus denen 1987 Sidewalk City wurden. Und der Mittfünziger WH ist auch heute noch aktiv, z.B. mit Staid As Quo, 7 Sinalcos, Midlife Crisis Ltd., den Rocking River Rats, Gabi&Stampi&Wolfi2 oder bei den Motor City Monkey Hunters. Dazu ist er jetzt auch unter die Schriftsteller gegangen und veröffentlicht mit „So rockten wir die 80er“ einen Rückblick auf die Erlebnisse aus seinen Musikeranfängen. Klar, dass wir da unsere fünf Fragen an ihn hatten.

  • Wie kam es zu dieser Buchveröffentlichung?

Ganz unspektakulär, ich hab`s auch im Buch erwähnt. Beim Ausmisten meiner Wohnung fiel mir ein alter Band-Ordner in die Hände und ich wollte die Story von damals eigentlich nur im Laptop sichern. Beim Abschreiben bekam ich plötzlich Lust auf`s Umformulieren und fasste den Entschluss ein kleines Buch über meine Band zu schreiben – nichts ahnend, wie aufwendig das werden sollte. Ich war durch die „Lockdowns“  kreativ ziemlich unausgelastet und neige dazu, Dinge durchzuziehen. Außerdem ist meine Cousine Grafik-Designerin!

  • Worum geht es in diesem Buch?

Es ist die Geschichte meiner ersten Schülerband mit allem Drum und Dran. Proben, Auftritte, Frust, Freundinnen, Besetzungswechsel, Erfolge in Regensburg und Bayern, sowie natürlich manchmal haarsträubende Erlebnisse, die jeder Musiker kennt. Ziemlich biographisch mit Höhen und Tiefen und es behandelt die Zeit von etwa 1980 bis 1994. Es war rückblickend eine geile Zeit!

  • Was ist das für ein Unterschied – Musik zu machen oder über Musik zu schreiben?

Musik machen bin ich lange gewohnt und ich bereite mich immer gründlich auf jeden Auftritt vor. Ich möchte alles im Kopf haben und hasse es, vom Blatt zu spielen oder andere Hilfsmittel einzusetzen. Nur so kann ich einen Auftritt genießen und mit dem Publikum kommunizieren. „Talking (oder Writing) about Music is just like singing about fishing” hat mal jemand gesagt. Dem neige ich zuzustimmen. Musik ist für mich nach wie vor ein Phänomen und ihre Wirkung auf uns lässt sich nur schwer beschreiben.

  • Zurück zur Musik – du spielst ja noch immer in verschiedensten Bands, wie funktioniert das?

Das wird manchmal etwas stressig, v.a. wenn an einem einzelnen Wochenende jeden Tag eine andere Band dran ist. Bisher hat`s noch immer geklappt, wobei ich aber langsam runterfahren will. Sieben oder acht Bands sind zu viel, auch wenn die eine oder andere Band zurzeit auf Eis liegt. Aber ich genieße jede Band mit ihrem eigenen Stil oder Repertoire und muss mich mit meinem Perfektionismus oft bremsen. Der kommt übrigens vom fehlenden Lob und Support meiner Eltern damals.

  • Wie sind die Pläne für die nächste Zeit – literarisch und musikalisch?

 Literarisch gibt`s erstmal keine weiteren Pläne, jetzt sind Live-Konzerte angesagt und die genieße ich. Aber wenn das Buch einschlagen sollte, muss ich mir Gedanken über eine Lesung oder so etwas machen. Das steht allerdings noch in den Sternen. Ich hoffe, dass alle Künstler auch mal wieder in den kalten Monaten ohne extra Stress auftreten dürfen. Zwei Jahre Pause in dieser Zeit waren wirklich nicht einfach.

Das Buch ist Mitte Juli in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren im Selbstverlag erschienen. Erhältlich ist es in Regensburger Buchhandlungen wie Pustet oder Dombrowsky, bei Sound-Aktuell und direkt bei Wolfgang Haarer (wolfgang.haarer@web.de) für 20 Euro.

 

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