Manchmal reicht eine Pedal Steel, und schon möchte man seinen Alltag gegen einen staubigen Highway eintauschen. Alex Ellis alias Our Man In The Field aus England beherrscht diesen Trick ziemlich gut. Auf „Silverado“ serviert er wunderbar abgehangenen Americana zwischen Calexico, Lambchop und Israel Nash, mit einem Schuss Laurel Canyon und gerade genug Country, dass noch niemand nach dem Cowboyhut greifen muss. Und „No More“ ist zudem eine wahrhaft herrliche Verbeugung vor den späten Traffic. Ellis singt angenehm beiläufig, die Gitarren twangen, die Pedal Steel seufzt und alles hat diese warme, leicht melancholische Patina, die nach Sonnenuntergang und letzter Tankstelle vor der Wüste klingt. Revolutionär? Mitnichten. Aber wer will schon Revolution, wenn der alte Chevrolet noch so wunderbar läuft? Und schaut man sich die Besetzungsliste an, weiß man auch wo der Bartel seinen Most geholt hat: Ethan Johns, Sonny Landreth, PP Arnold, Robbie McIntosh, Nick Pini, Will Fry und Dire Straits Guy Fletcher werden hier geführt. Zeitlos. (Bertus) HuSch
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