altemaelze

Oceans above, stars below

Triosphere

Mix zwischen Hard Rock, Power Prog und Thrash Metal

Vier Alben in 20 Jahren ist jetzt nicht so wahnsinnig viel. Für das aktuelle Scheibchen „Oceans above, stars below“ haben das norwegische Quartett Triosphere schlappe zwölf Jahre benötigt. Wenn es dann aber so grandios wird wie auf dem Fontiers Records-Debüt, dann war es die Wartezeit wert. Wer sich für eine Mischung aus Progressive Metal, Power Metal und ein wenig Symphonic Metal begeistern kann, auf eine gnadenlos gute Frauengesangsstimme, die Shouten, Singen und lieblich „Flöten“ kann (mich immer wieder an die Sängerin von Eva under Fire auch erinnert) und noch klasse den Bass bedient, steht, und gar magischer Gitarrenkunst nicht abgeneigt ist – die Soli der Beiden sind echt zum Niederknien, der findet hier bei den zehn Songs viel Freude. Warum zehn wenn zwölf Tracks vermerkt sind? Nun es gibt ein Intro und ein cooles klassisches Outro, das nur mit Klavier und Bratsche bestritten wird. Sehr ungewöhnlich, genauso wie die extrem emotionale Ballade „Encore“ mit lieblicher Stimme. Davor und danach gibt es ordentlich was auf die Ohren, wenn es mal nach Kamelot („Of Tyrants“), Myrath (beim orientalisch angehauchten „Through the Phantom Wall“) oder einfach progressive frickelig á la Dream Theater usw. auf die Gehirnwindungen geht. Helloween oder Sonata Arctica („Shorelines“) beeinflussen die eher Power Metal-Line und, ich würde es nicht Thrash Metal nennen, zwei extrem harte Nummern, nur den Gesang bleibt schön melodisch. Am Ende gibt es dann noch etwas Nightwish bei „Cadence of Chaos“ und man wünscht sich, dass diese Scheibe länger laufen würde. Die Produktion ist top, was bei Frontiers ja nicht immer der Fall ist, die Drums hören sich echt an und die Scheibe hat sich ihre 6 Sterne somit redlich verdient. Sollte man im CD Regal haben. (Frontiers) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal