altemaelze

Slay / Kill / Erase

Thronehammer

Epic-Doom

Album #5 – „Slay/Kill/Erase“ – der britisch/deutschen Band Thronehammer ist mein Erstkontakt mit der Band, auch wenn ich vor zwei Jahren mal kurz in den WDR-Livestream vom Rock Hard Festival reingeschaut hatte. Die Produktion ist mega fett und mit das Beste was ich heuer gehört hab. Nur beim Gesang ist er mir ab und zu etwas zu weit in den Hintergrund gerutscht. Vor allem beim Klargesang. Sonst hat Patrick Engel wieder top Arbeit geliefert. Der Drum Sound, wow! Warum die Band gleich drei Gitarren braucht erschließt sich mir nicht so recht, denn es regiert das Riff. Soli gibt es in dem Sinne gar nicht. Das Musiklabel „Epic Doom“ kann man so stehen lassen und Bands wie Candlemass, Stillborn oder auch Solitude Aeturnus als grobe Einflussrichtung sehen. Allerdings würde ich noch Death Metal (vor allem wegen der Vocals) mit einfügen. Mitunter hört sich das dann tatsächlich an wie der gute alte groovige Sound von Obituary (Titelsong) oder Bolt Thrower (Destroyer ov Light). Was man haben sollte ist Sitzfleisch und Geduld, bringen es die acht Songs doch auf eine Gesamtlänge von 74 Minuten und somit kann ein Stück sich dann auch schon mal elf Minuten Zeit nehmen um ins Ziel zu kommen. Allein der Titelsong braucht schon fast drei Minnten bis es endlich losgeht, man meint erst ein überlanges Intro zu hören“, und leider nervt der locker 30x wiederholte Refrain am Ende doch kolossal. Ab dann wird es aber eine coole Scheibe, die mitunter an Bathory erinnert, wenn der Klargesang einsetzt (also 1990 rum mit dem Album „Hammerheart“ bzw. „Twilight oft he Gods“). Musikalisch aus dem Rahmen fallen zwei Songs: Zum einen „Blade to Heart“, wo fast schon Thrash Metal auf Manilla Road trifft und die Band beweist, dass sie auch sehr flott unterwegs sein kann, und „Onwards to Oblivion“, das mit durchgängigem Quorthon Klargesang und eher ruhiger ja fast schon „balladesker“ Ausrichtung zumindest mich an „One road to Asa Bay“ erinnert. Ruhigere Parts verbunden mit cooler Synthesizeruntermalung ließ mich dann an Hawkwind denken. In Summe in ein eher ungewöhnliches Album das mir fünf Sterne wert ist. Sollte man mal reinhören. (Supreme Chaos Records) HJH

*****

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal