2018 hatte Schwarzfischer sich bereits der bayerischen Adaption des „Struwwelpeter“ gewidmet und daraus das Album „Paula brennt“ entwickelt. Jetzt folgt als nächster Streich „Max und Moritz“. Bereits 2024 übertrug Schwarzfischer den Kinderbuchklassiker „Max und Moritz“ ins Bayerische. Das im Süd-Ost-Verlag erschienene Buch bildet jetzt die Textgrundlage für die Vertonung. Mit seinem Album „Max und Moritz“ verpasst schwafi Wilhelm Buschs berühmten Lausbuben nach 160 Jahren eine ungewöhnliche musikalische Neuinterpretation. Statt Hochglanz-Pop gibt es bayerischen Dialekt, raue Stimmen und viel Punk-Attitüde. Dabei wird augenzwinkernd die These aufgestellt, dass Max und Moritz schon 1865 als erste Punks gelten könnten: rebellisch, respektlos und stets gegen die Regeln. In neun kurzen, energiegeladenen Songs vertont schwafi die sieben Streiche der beiden Buben. Die Musik ist schnell, laut und bewusst unperfekt. Dazu kommen originelle Geräusche aus dem Alltag – etwa Hundegebell, Hahnenschrei, Kirchenglocken oder das Rattern einer Nähmaschine. Dadurch entsteht eine lebendige, manchmal chaotische Atmosphäre, die gut zu den wilden Geschichten passt. Besonders reizvoll ist die Verbindung aus bayerischem Dialekt, Punk und Buschs schwarzem Humor. Das Album richtet sich damit bewusst gegen eine glattpolierte Mainstream-Kultur und setzt stattdessen auf Eigenwilligkeit und Spaß. Wer sich auf die ungewöhnliche Mischung einlässt, erlebt eine originelle Hommage an Wilhelm Busch, bei der Max und Moritz tatsächlich wie zwei frühe Punkrebellen wirken. Die Songs gibt’s nur digital, wer will kann sich aber auf schwafi’s Homepage die Songs als mp3 herunterladen, dazu gibt’s auch noch ein Cover als Download. (Eigenverlag) P.Ro
****/*
******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal


