Die seit knapp 20 Jahren aktive Folk/Pagan/Viking Metal Band Grimner aus Motala veröffentlichen Anfang September ihr inzwischen fünftes Studioalbum „Stormvinga“, welches wie alle Vorgänger in schwedischer Sprache eingesungen wurde. Somit erschließt sich den meisten Hörern, außer den Skandinaviern, eher nicht, um was es textlich so geht. Gemessen an den öfter mal eingestreuten schunkeligen Seemannschorgesängen sicherlich um Wikinger oder nordische Mythologie. Musikalisch gibt es eine mitunter recht heftige Mischung aus Folk und Melodic Death Metal (Amon Amarth schimmert oft durch u.a. bei „Irrbloss“ mit „Kosakenchor on top) und mit entsprechenden gutturalen Vocals. Ab und ab, wenn beim Drummer The Animal (Muppets Show) durchgeht, wird es fast Black Metal-lastig wie bei „Hon gav dem Undergang“ oder „NAttrideskan“. Dem gegenüber stehen die fast schon Heldentenor mäßigen Vocalsparts von Marcus Brattberg, der auch die zweite Gitarre bedient und (vermutlich) auch das eine oder andere coole, eher schon Power Metal-Gitarrensolo zockt. Schön zu hören in „Traldomes Far“ buw. „Ombersgs Brud“, das zudem noch einen coolen ruhigen Pianopart sowie ein für meine Ohren irisch gefärbtes Intro inne hat. Unterm Strich eine schon irgendwie coole Schieibe, die Produktion ist eher gewöhnungsbedürftig vor allem im klöppeligen Drumbereich, aber auch generell, wenn die einzelnen Instrumente nur schwer herauszuhören sind , wenn man auf viel Geflöte, Dudelsack, Drehleier steht, denn fast jeder Song hat was davon abbekommen im Übermaß. Fans von Skyclad, In Extremo, Moonsorrow, den erwähnten Amon Amarth usw. sollten hier dennoch zugreifen. Von mir gibt es mal „neutrale“ fünf Sterne, da es mir wider Erwarten dann doch ganz gut gefiel. (Despotz Records) HJH
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