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Fünf Fragen an Klaus „schwafi“ Schwarzfischer

Neues Projekt: „Max und Moritz“ – gschrian vom schwafi

Nach dem Buch jetzt die Musik!

Nach „Struwwelpeter“ jetzt „Max und Moritz“ – Klaus Schwarzfischer hat Buschs Klassiker „Max und Moritz“ bereits 2019 ins Bairische übertragen. Aber jetzt hat er sich diesen Klassiker nochmal vorgenommen und daraus ein Punk-Album gemacht mit neun Songs. Klar, dass wir hier wieder fünf Fragen an „schwafi“ hatten.

1)           Neun Songs, ein bayerischer Klassiker und jetzt ordentlich Krawall: Warum hast du das jetzt auch musikalisch umgesetzt?

Ich finde, das Buch hat danach geschrien, als Album umgesetzt zu werden. Wilhelm Busch war nicht nur ein hervorragender Zeichner, sondern auch ein exquisiter Textdichter. Seine Reime sind sprachhandwerklich auf höchstem Niveau, haben Witz und Charme. Das können nicht viele. Mich erinnert es an Bob Dylan, wie wenig er sich um gängige Reimformen schert und wie er in der Lage ist, inhaltlich starke, kurze und weite Bögen zu spannen. Wenn Gedichte derart gut rhythmisiert sind, fällt es leicht, Lieder daraus zu machen. Ich habe mich beim Transfer ins Bayerische darum bemüht, die Grundstrukturen des Originals beizubehalten und von der Textqualität her gegenüber dem Original möglichst wenig abzufallen. Schon beim Buchschreiben hatte ich Musik-Fetzten im Hinterganglion, die ich nicht mehr loswurde. Jetzt dürfen sich auch andere damit herumärgern.

2)           Deine „Struwwelpeter“-Geschichten sind ein cooles Pop-Punk-Comedy-Country-Album geworden. Warum sind diese Songs alle im Punk-Stil?

Es geht ja um zwei Punks. Max und Moritz sind rebellisch und stellen sich gegen Autoritäten. Sie wollen sich nicht anpassen. Außerdem dachte ich, Punk sei die passende Musikrichtung, um mit den beiden aufmüpfigen Buben durch ihr kurzes, intensives Leben zu galoppieren. „Wer auf Brems geht, hod verloan“, heißt es in einem Song. Deshalb darf auch das Album nie langsamer werden. Wer verliert schon gern?

3)           Wie hast du die Musik aufgenommen, allein oder mit anderen Musikern?

Das meiste ist am Computer entstanden. Die Musik stammt von KI-Modulen, die so tun, als seien sie Instrumente. Gesang und Schreierei kommen von mir bzw. aus meinem professionellen, mit Kissen und Kuscheldecken verrammelten Home-Studio.

4)          Die Songs gibt’s nur digital, z.B. auf spotify – wer mag, kann sich die files auch kostenlos von Deiner Homepage herunterladen. Ist keine CD geplant?

CDs kauft halt keiner mehr. Eine Hand voll erstelle ich in mühseliger Bastelarbeit, um dem zu erwartenden Massenansturm jederzeit Paroli bieten zu können. Wer auf eine Gratis-CD scharf ist, kann sich Cover und Rückseite von der Homepage holen und die Scheibe selbst brennen.

5)           Was ist das nächste Projekt aus dem Haus „schwafi“

Ich stelle gerade ein Best-of-Programm namens „Hoamway“ zusammen. Am 21. November bin ich damit im „Wohnzimmer“ in Roding. Da freue ich mich darauf.

Hier ist der spotify-Link:

https://open.spotify.com/intl-de/album/2JMUUPGHOxISxEinPQ99GE?si=p7ooGQZ_QauqupDhlS2mpQ