Mit „Till Glömskan Ad Oblivionem“ beweisen die schwedischen „Forest Rocker“ Besvärjelsen einmal mehr, dass großer Heavy Rock keine überflüssigen Effekte braucht. Statt Posen und Bombast setzt das Quintett auf rohe Gitarren, satte Grooves und eine melancholische Grundstimmung, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Der Begriff „Forest Rock“ ist die augenzwinkernde Antwort der Schweden auf den Begriff „Desert Rock“ und bietet stilistisch einen großartigen Ausgangspunkt, um ihren musikalischen Stil zu beschreiben. Frontfrau Lea Amling Alazam verleiht den Songs mit ihrer charismatischen und emotionalen Stimme dazu eine besondere Tiefe und hebt die Band deutlich über den Genre-Durchschnitt hinaus. Seit ihrer Gründung 2014 hat sich die Band kontinuierlich weiterentwickelt, und auf ihrem dritten Album klingt sie fokussierter denn je. „Till Glömskan Ad Oblivionem“ verbindet psychedelische Tiefe mit kompromissloser Energie und einer bemerkenswerten stilistischen Freiheit. Musikalisch bleibt Besvärjelsen ihrer Basis aus Stoner- und Heavy Rock treu, erweitert den Sound aber geschickt um Einflüsse aus Progressive Metal, Punk, Folk, Blues, Jazz und sogar Ska. Trotz dieser stilistischen Vielfalt wirkt das Album niemals überladen – vielmehr entsteht ein organischer, geschmackvoller Mix, der stets dem Song dient. Die überwiegend langsamen, groovenden Rhythmen entfalten dabei eine hypnotische Wirkung, während eingängige Riffs und starke Hooks lange nachhallen. Das Ergebnis ist ein ebenso kraftvolles wie atmosphärisches Heavy-Rock-Album, das zu den stärksten Genreveröffentlichungen des Jahres zählt und Besvärjelsen endgültig in die erste Liga des modernen Heavy Rock katapultieren dürfte. (Magnetic Eye Records) P.Ro
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