Wenn die Sängerin eine richtig tolle, rauhe Stimme hat. Der Gitarrist sich schmissige Soli aus den Saiten wringt. Die Produktion mal schön erdig klingt mit einer Rhythmusfraktion, die sich nicht nach Frontiers Rec anhört, dann könnte schon mal eine gute Scheibe rausschauen. Wenn die Songs dann noch gut ins Ohr gehen, dann wird da ein passender Schuh draus. Genau das bekommt man dann bei der Debüt EP/CD „You’ve been served“ von Rock Justice. Gitarrist Bas Maas lässt die sechs Saiten normalerweise bei Doro glühen und Sängerin Maggy Luyten dehnt die Stimmbänder u.a. bei Ayreon oder Beautiful Sin und erinnert mich an eine Mischung aus Doro, Alannah Myles, Guernica Mancini und Taylor Momsen. Und genau so hört sich dann diese ‚Classic Rock trifft auf 70er/80er Hard Rock‘-Mucke auf acht Tracks auch an. An Thundermother erinnert „Chicks can’t rock“ (doch tun sie natürlich), das hymnische harte „First in Line“ hat Doro gar als Gastsängerin, „I Just Wanna Make Love To You“ hört sich eher nach Heart der 70er an, The Pretty Reckless könnten Pate für „You know better“ sein. Auch mal Balladeskes („The Rest oft he World“ wo mir End 80er Scorpions in den Sinn kommen) ist dabei, auch wenn so eine richtige Ballade nicht an Bord ist. Nachteil: Die Scheibe ist gerade mal 30 Minuten lang. Dennoch fünf Sterne von meiner Seite. (Fireflash Records)HJH
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