altemaelze

Live’n’alive

Thundermother

Energiegeladene Live-Versionen aus Köln, Kopenhagen, Huskvarna und Gothenburg

Seit bald einem Jahrzehnt sind diese Schweden-Mädels eine treibende Kraft für exzellenten Hardrock in Europa, und „Live ‚N‘ Alive“ ist ein Live-Album, das vor Freude und Hingabe an den Rock’n’Roll nur so strotzt – genau das Album, das nötig ist, um die Welt für den mitreißenden, hymnischen Sound von Thundermother zu begeistern. Aufgenommen im Anschluss an das letztjährige, durchweg herausragende und karrierebeste sechste Album „Dirty and Divine“ an verschiedenen Stationen der europaweiten Tournee der Band, demonstriert dieses Album die Beständigkeit des bisherigen Schaffens der Mädels aus Skandinavien.

Obwohl die Band bereits vor ihrem letzten Album fünf starke Alben veröffentlicht hatte, vermittelt die aktuelle Besetzung den Eindruck, dass sie sowohl ihr Schicksal als auch ihr kollektives Selbstverständnis grundlegend verändert hat. Die neue Sängerin Linnéa Vikström stellt die Leistungen ihrer Vorgängerinnen hier absolut in den Schatten – und das mit einem so offensichtlichen Charisma, dass jeder Song zum Hit erhoben wird und jede Interaktion mit dem Publikum vor neuer Aufrichtigkeit nur so sprüht. Gepaart mit dem unschätzbaren Talent der Gitarristin und Bandgründerin Filippa Nässil, die eine unerbittliche Powerfrau und überzeugende, spirituelle Erbin von Angus Young ist, sind die völlig neuen und ganz offensichtlich verbesserten THUNDERMOTHER eine großartige Kraft, mit der man rechnen muss. Mit einem kraftvollen, aber auf angenehme Weise rauen Sound und einem Marathon aus 19 Songs, der kaum Zeit zum Verschnaufen lässt, gelingt es „Live ‚N‘ Alive“ auf beeindruckende Weise, die Faszination einer Thundermother-Show einzufangen. Ältere Songs wie „Loud and Free“ und „Take the Power“ werden hier neu belebt, wobei Vikströms Stimme alles in neue Höhen hebt. Doch erst die Songs von „Dirty and Divine“ machen wirklich deutlich, wie weit diese Band gekommen ist und wie viel mehr Spaß sie zu diesem Zeitpunkt ihrer Karriere zu haben scheint. „So Close“ ist ein selbstbewusstes Meisterwerk, „Can You Feel It“ ein grandioser Opener, „I Left My License in the Future“ ein hartnäckiger und alberner Mitsing-Hit, und „Speaking of the Devil“ ist schlichtweg einer der besten von den 80ern beeinflussten Kracher, die Rockfans seit Jahrzehnten gehört haben.

Als Soundtrack zum Biertrinken und Headbangen wird dieses Album kaum zu übertreffen sein. Noch wichtiger ist jedoch, dass der offensichtliche Bedarf, dass die Mädels ins Studio gehen und ein weiteres Album aufnehmen, in der Tat dringlich ist. „Oh mein verdammter Gott!“, so reagiert Vikström auf die Reaktion des Publikums, bevor eine rasante Version von „Driving in Style“ folgt. (Napalm Records) Blabbermouth

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