altemaelze

Somewhere Good

Tara Clerkin Trio

Da werden sich die Geister scheiden

Der Opener, „Lake Walk“, lässt einen zwar etwas ratlos zurück, man weiß nicht genau, was man sich hier denn gerade angehört hat, dieser Sound entzieht sich Kategorisierungen, aber das Interesse ist geweckt. „Lazy Daisy“ wird dann schon konkreter. Tara Clerkin singt sanfte Weisen, eine Mischung aus Post-Rock, Jazz und Yacht-Rock (gibt es ab sofort wirklich) ertönt, zum Rhythmus-Computer und Dub-Bass erklingen sanft gezupfte Gitarrenklänge und Klavier-Akkorde. „Ups & Downs“ gibt erneut Rätsel auf, eine Klarinette versucht inmitten wabernder Electronics und polyrhythmischem, frei improvisiertem Geklöppel Fuß zu fassen. „Silently“ hat dann erstmals Chöre und ist nicht so wirklich „silent“, neigt sich eher Richtung Trip-Hop. Obgleich der Titel, „There Was A Nice Sunset“ heißt, ist es der dunkelste, dystopischte Song der Platte. „Somewhere Good“ erinnert mit seinen repetitiven Sounds an frühe Kraut-Rock-Tage, „Slow Island“ an Wim Mertens und das abschließende „Movin` On“ fällt mit seinem schräg leiernden Rhythmus und den falsch herum aufgezogenen Spieluhr-Melodien nochmals komplett aus dem eh schon verwirrendem Kontext. Interessant, aber auch keine leichte Kost. (Cargo) HuSch

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

https://youtu.be/LS7umfhdJdw?si=ZISD-Yo0bYNg_t61