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Erection

Kritik zum Konzert am 15. Mai in der Alten Mälzerei in Regensburg

Volle Ladung High-Energy-Punk’n’Roll!

Nach ihrem Präsentationskonzert in Düsseldorf am Vortag gab’s am 15. Mai in der Alten Mälzerei dann ein Heimspiel. ERECTION zeigte eindrucksvoll, warum die Band derzeit zu den spannendsten Punk-Acts der nationalen Szene zählt. ERECTION lieferten von der ersten Minute an für gute eine Stunde eine Show voller Energie, Haltung und rotziger Spielfreude. Frontfrau Julia dominierte die Bühne mit enormer Präsenz: mal provokant, mal humorvoll, immer authentisch. Ihre Stimme bewegte sich mühelos zwischen aggressivem Punk-Shouting und hymnischen Refrains, die das Publikum schnell mitsang. Dabei wirkte nichts kalkuliert – genau diese Unmittelbarkeit machte den Abend so stark. Musikalisch präsentierte die Band ihren charakteristischen Mix aus klassischem Punkrock, Garage-Attitüde und dreckigem Rock’n’Roll mit bemerkenswerter Präzision. Die Gitarre sägte kompromisslos, der Bass drückte mächtig nach vorne, und das Schlagzeug hielt die Songs mit gnadenlosem Tempo zusammen. Besonders bei den neuen Stücken wie „Ich will mehr“, „I don’t wanna die“ oder „Kasse“ zeigte sich, dass ERECTION mehr sein wollen als reine Szene-Unterhaltung: Die Songs verbinden Wut, politische Haltung und Empowerment mit eingängigen Hooks, ohne dabei ihre rohe Kante zu verlieren. Die spürbare Freude der Band über die eigene Releaseshow war klar zu erkennen. Zwischen den Songs bedankte sich ERECTION mehrfach sichtbar bewegt beim Publikum. Nach gut sechzig schweißtreibenden Minuten verabschiedete sich die Band unter frenetischem Jubel – natürlich nicht ohne Zugabe. Als Rauswerfer gab’s zuletzt „BaBa“. ERECTION haben mit dieser Releaseshow eindrucksvoll bewiesen, dass Punk in Regensburg nicht nur lebt, sondern brennt. (no.men)