altemaelze

HCNO

Dust in Mind

Solide & ambitioniert

Wirft man Korn, Linkin Park, Bring me the Horizon, Rob Zombie und Marilyn Manson in einen Mixer und rührt gut durch ergibt das dann Dust in Mind. Die Nu Metal Band aus Frankreich veröffentlicht Ende April mit „HCNO“ ihr aktuelles Album, das genau die Musik bietet, für die ich dann nicht die Zielgruppe bin. Nu Metal, Modern Metal und etwas Metalcore und dessen typischen Breakdowns mit jeder Menge Elektronik und überkünstlichen Drums, die zudem noch reichlich verzerrt aus den Boxen kommen, machen es doch recht schwer, das Ganze zu mögen. Ob der neue Sänger besser ist als der Vorherige kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest in den Passagen mit Klargesang (das recht balladeske „Downfall“ als Mischung aus L.P. und aktuellen B.M.T.H bzw. „T.I.M.E.) hört sich das doch ganz gut an. Leider verschwenden die beiden Gitarristen ihr Pulver mal wieder für dicke Riffs ohne jegliche Soli oder Finesse. Das Slipknot-artige „A faded Star“ könnte auch auf einer Slipknot-Scheibe stehen und hat einen wirklich geschmeidigen Refrain an Bord, während mir bei „Unbreakable“ die Kollegen von RIse of the Northstar in den Sinn kommen, bei dem Rap lastigen Chorus. Der Einstieg in die Scheibe „My Way“ klingt wie von Korn abgekupfert und auch der Gesang erinnert fast 1:1 an Jonathan Davis. In Summe dennoch gar keine schlechte Scheibe, die Fans der Musikrichtung aber sicher mehr ansprechen wird als mich. Immerhin viereinhalb Sterne kann man aber dafür doch vertreten. (DarkTunes Music Group) HJH

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