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Kaleidoscope

Bruther

Retro-Rock aus Austria inspiriert vom Blues- und Psychedelic Rock der späten 1960er und `70er Jahre

Sie kommen aus Wien, spielen seit 2019 zusammen und legen jetzt mit „Kaleidoscope“ ihren ersten Longplayer vor. Bruther nennt sich diese Band um Sängerin Irina Radovic. Inspiriert vom Blues- und Psychedelic Rock der späten 1960er und `70er Jahre erschafft diese Combo einen ganz eigenen Soundkosmos, mit dem Bruther ein generationsübergreifendes Publikum aus jungen und alten Rockfans gleichermaßen begeistern. Schon mit dem Release ihrer im kompletten Alleingang produzierten Debüt-EP „Bird In Hand Lane“ konnte die Formation im Jahr 2021 erstmals positiv auf sich aufmerksam machen und ihren Newcomerstatus in der Folgezeit Stück für Stück weiter ausbauen. Nach unzähligen Gigs in Österreich und Deutschland laden Bruther ihre Hörerinnen und Hörer nun ein, einen Blick durch ihr ganz persönliches „Kaleidoscope“ zu werfen.

Auf ihrem Album-Debut kreieren Irina Radovic (Gesang, Lyrics), Julian Polak (Gitarre), Markus Dutka (Bass), Michael Blassnig (Drums) und Stephanie Weninger (Keyboard) ein verspieltes Klangspektrum voller Farbe und Fantasie, das die Imagination beflügelt und den Alltag zum Leuchten bringt. Ein bunter, eskapistischer Safe-Space, um der Wirklichkeit für ein paar Momente zu entfliehen. „Egal, wohin man auch schaut: Die ganze Welt bricht momentan auseinander und löst sich vor unseren Augen auf“, so Irina. „Die Musik hat etwas Verbindendes und Hoffnungsvolles, das auch klar in unseren Songs spürbar ist. Selbst wenn manche Stücke vielleicht eine schwere Note haben mögen, transportieren sie doch etwas sehr Positives und Zuversichtliches. Die neuen Songs erzählen von meinen Erlebnissen und Erfahrungen. Sie als Band gemeinsam zu arrangieren hat uns enger zusammengeschweißt.“ Eine Kompaktheit, die man „Kaleidoscope“ deutlich anhört. Produziert vom österreichischen Grammy-Gewinner Georg Luksch haben Bruther die ansteckende Energie ihrer Konzerte authentisch eingefangen. Handgemacht, bodenständig und mit einem ausgeprägten Live-Spirit, in dem die ganze Band während der Recordings im selben Raum gespielt hat. „Uns war wichtig, uns während der Aufnahmen gegenseitig in die Augen zu schauen. Miteinander zu interagieren und aufeinander zu reagieren“, erklärt Gitarrist Julian Polak. „Nur dann entsteht diese besondere Synergie. Außerdem geht es uns auch darum, ein Zeichen zu setzen in einer KI-manipulierten Musikwelt ohne Ecken und Kanten, in der alles immer gleichförmiger und glattpolierter wird. Wir sind selbst mit Bands aufgewachsen, die echt waren und kein Produkt von Algorithmen und aufwändiger Post-Production. Genau dieses Menschliche, Imperfekte ist es doch, was Kunst wirklich ausmacht.“

Auf dem neuen Album verbinden Bruther Einflüsse früher Rock- und Pop-Pioniere wie den Rolling Stones, Pink Floyd oder Kate Bush zu einem eigenständigen, zeitgemäß interpretierten Signaturesound – wie die Österreicher bereits mit vielfach gestreamten Vorab-Outtakes wie „Lovin`“, „One More Song“ oder dem opulent arrangierten „Milky Way“ demonstriert haben, das jede Menge Airplay im In- und Ausland generieren konnte und als „Song des Tages“ auf Austrozone sowie als „Rockvideo des Woche“ bei Newnoize gefeaturet wurde. „Der Song ist aus der Perspektive eines Aliens geschrieben, das von außen auf unseren Planeten und die Menschheit blickt“, fährt Frontfrau Irina fort. „Eine Menschheit, die geradewegs auf den Abgrund und die Apokalypse zusteuert. Gleichzeitig haben wir aber auch viele gute Eigenschaften. Vielleicht ist es ja doch noch nicht zu spät für uns.“ Mit „Kaleidoscope“ erzeugen Bruther ein Prisma vieler kleiner Stories. Geschichten über Liebe und Verlust, Einsamkeit und Zusammenhalt, Desillusion und Hoffnung. Jeder Track eine andere Klangfarbe; so wie die psychedelisch rockige Single„Hello“, der bluesige Lovesong „Hold Me Close“ oder der packende Titeltrack, der die Botschaft des Albums treffend zusammenfasst. „Wenn man sich hier in Wien umschaut, sind die vorherrschenden Farbtöne Beige, Schwarz und Grau“, so Irina. „Ich vermisse die Buntheit, das Individuelle, die Lebendigkeit. Die `60er und `70er waren bunt, abwechslungsreich und wunderbar verrückt. Ich liebe die Beatles für ihren Fantasiereichtum und ihre Gabe, die Leute zum Träumen zu bringen. Genau das möchten wir mit diesem Album erreichen!“

Eingerahmt werden die neuen Songs von niemand Geringerem als Musiker und Kult-Grafiker Klaus Voormann, der u.a. für das ikonische Cover des legendären „Revolver“-Albums der Beatles verantwortlich zeichnete und der auch das Artwort von „Kaleidoscope“ entworfen hat. „Es geht uns darum, die Fantasie der Leute anzuregen“, so Sängerin Irina abschließend. „Wobei es uns auch wichtig war, harmonische Elemente mit eher unkonventionellen Akkordfolgen zu kombinieren. Der Titel `Kaleidoscope` passt einfach perfekt zu all den verschiedenen Farben und Facetten, die gemeinsam ein zusammenhängendes Bild ergeben.“ Wie auf dem poprockigen „The End“, das von einem Zitat David Bowies inspiriert wurde. „Er hat in einem Song die Frage gestellt, was die Welt ohne die Kunst wäre. Wahrscheinlich wäre sie ein dunkler, unwirklicher, trostloser Ort. Vielleicht ist die Kunst aber auch etwas, das die Menschheit überdauert. Eine Art Vermächtnis, an dem sich unsere ganze Imaginationskraft ablesen lässt.“

Mit „Kaleidoscope“ legen Bruther nun auf neun Tracks einen psychedelisch-bunten Gegenentwurf zur nüchternen Realität vor, auf dem die österreichischen Bluesrocker die Kraft der Träume und der Fantasie feiern. (On Stage Records/Timezone) P.Ro

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https://youtu.be/sktrsE8byAw