Album #2 „Human Beast“ der Würzburger Sons of Eternity bietet flotten Power/Heavy Metal mit etwas Hard Rock und einer Prise Queensryche aus der frühen Phase. Die Produktion ist fett, auch wenn mir die Drums mal wieder eine Spur zu klinisch klingen, nicht durchgehend, aber ab und an etwas nervig. Der Star ist hier zum einen die wieder mal vorzügliche Gitarrenarbeit mit sehr geschmeidigen Soli (Jonas Roßner griff früher bei Beyond the Black in die Saiten) sowie der wirklich starke Gesang von Sänger Matthias Schenk, der Ronnie Romero, Johnny Gioeli und auch Rob Halford in sich vereint und zumindest meinen Ohren sehr gut gefällt. Musikalisch tendiert man auch in die Richtung der Hauptbands. Erinnert der eher Hard Rock-lastige Einstieg in die Scheibe – „Sons of Eternity“ – noch an Gotthard, als die noch richtig zünftig rockten, mit Steve Lee am Mikro. Mehr Geschwindigkeit und Härte bietet das folgende „Forever“ mit gleich zwei Soli und Vocals im Judas Priest Style. Der Song tendiert auch gleich in Richtung der Altmeister. Fans von Queensryche horchen bei „Resistance“ auf, während die Band dann beim balladesken „When Fantasy dies“ auf die Bremse tritt und der Song mein erster Songtipp wäre. Der Titelsong nimmt dann wieder Fahrt auf, verzichtet aber auch nicht auf einen ruhigeren Mittelteil, nervig hier aber das elendig ofte Wiederholen des Refrains. Mit der Axel Rudi Pell Gedächtnisnummer „The Line“ zieht man die Geschwindigkeit wieder an (auch der Rauswerfer „Abyss of Life“ erinnert stark an den Bochumer Meistergitarristen mit etwas Queensyche vermischt) während das dynamische „Tearing down the Walls“ die Zeiten aufleben lässt in der die Scorpions noch das Maß aller deutschen Hard Rock Dinge waren. Die knapp 43 Minuten vergingen wie im Flug, machten Spass und sind wie der Vorgänger auch dann in meinen Besitz übergegangen. fünfeinhalb Sterne von meiner Seite sind hier sich nicht zuviel. (Massacre Records) HJH
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