Mit John Corabi verbindet man vor allem seine Zeit bei Mötley Crüe, seine Arbeit mit The Dead Daisies oder frühere Projekte wie The Scream. Dass Corabi jedoch auch ein ausgesprochen vielseitiger Songwriter ist, zeigt er besonders deutlich auf seinem ersten Soloalbum in voller Länge mit eigenem Material. Das Werk wurde in Nashville aufgenommen von dem mit mehreren Platin-Auszeichnungen geehrten Songwriter und Produzenten Marti Frederiksen (Aerosmith, Ozzy Osbourne, Buckcherry) produziert. Der Titel des Albums ist programmatisch. „New Day“ wirkt weniger wie ein klassisches Hard-Rock-Album, sondern eher wie ein musikalischer Rückblick auf Corabis Leben und seine Einflüsse. Statt auf moderne Produktionsgimmicks setzt die Platte bewusst auf einen organischen Sound: echte Instrumente, warme Gitarren, analog klingende Arrangements. Es verbindet Einflüsse aus klassischem 60er und 70er-Jahre-Rock, Soul und Blues zu einem Sound, der sich sowohl zeitlos als auch zutiefst persönlich anfühlt. Auf dem gesamten Album wird Corabi von Marti Frederiksen begleitet, der Backing Vocals, Gitarren, Klavier und Percussion beisteuert; Evan Frederiksen an Schlagzeug, Bass, B3-Orgel, E-Gitarre, Mandoline und Programmierung; Richard Fortus (Guns N’ Roses) an der Leadgitarre; Paul Taylor (Winger, Steve Perry), der Klavier, Orgel und Clavinet beisteuert, sowie Charlie Starr (Blackberry Smoke) mit Gitarrensoli. Gemeinsam schaffen sie einen organischen, instrumentengetriebenen Sound, der auf echten Darbietungen, melodischem Zusammenspiel und gefühlvoller Energie basiert. Das Album überrascht vor allem durch seine stilistische Breite. Die Songs orientieren sich stärker an klassischem Rock und Americana als an modernem Hard Rock. Inspirationen reichen von Bands wie Boston bis zu den melodischen Arrangements von Queen, was besonders in den Chören und Gitarrenharmonien hörbar wird. Unter den zwölf Tracks stechen einige Songs besonders hervor: So ist „When I Was Young“ ein emotionaler Rückblick auf das eigene Leben aus der Perspektive eines älteren Mannes, der seinem Sohn von Erfolgen und Fehlern erzählt. Die Mischung aus Akustikgitarre, Mandoline und Rock-Rhythmus erinnert an klassischen Singer-Songwriter-Rock. Und „1969“ ist auch ein nostalgischer Song, der musikalisch stark nach Vintage-Rock klingt – mit warmen Gitarren und einem leicht psychedelischen Groove. Eine der melodischten Songs ist „Cosi Bella“, der zeigt, dass Corabi auch ein Talent für eingängige Balladen besitzt.Und natürlich verleugnet Corabi auch seine Hard-Rock-Vergangenheit nicht – dafür steht mit „Your Own Worst Enemy“ ein kraftvollerer Track. „New Day“ ist mehr als nur ein Solo-Debüt: Es ist Corabi‘s persönliches Bekenntnis zum unvergänglichen Geist des Rock – eine Erkundung von Melodie, Seele und Authentizität, die in jedem Moment mit Leidenschaft und Überzeugung vorgetragen wird. Dazu meint er selbst: „I’m very excited for everybody to hear this new collection of songs! I wanted to put together an album of eclectic, organic songs that are reminiscent of the music I grew up listening to, and I truly believe the mission was accomplished! This is a 60’s-70’s sounding classic rock and roll record…Turn it up, and enjoy!!!“ (Frontiers Music) P.Ro
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