Ein nettes Cover Artwork hat sich Kapelle aus London da einfallen lassen. Passt nämlich auch recht gut zu dem eher aggressiven und nicht so ganz leicht verdaubaren Sound dieser Lieder zwischen Punk-Brachialität und Kunstlied. Und auch die stimmlichen Kapriolen von Sophie Harris sind zumindest gewöhnungsbedürftig, wenn auch verdammt interessant. Von der klassischen Sopranistin bis zum wütenden Riot-Girl reicht hier die Palette. Strophe-Refrain-Strophe kann man natürlich auch abhaken, hier wird gewildert, improvisiert, experimentiert, der Avantgarde gehuldigt. Violine und Saxophon setzen gar seltsame Akzente, am Ende muss man aber vor allem diese Stimme aushalten. Wer zudem die ganzen Querschläger und Rhythmuswechsel gut verdaut, kann hier durchaus auf seine Kosten kommen. (Bertus) HuSch
** bis *****
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https://youtu.be/46MukluivTc?si=MR6xYGbwGiOFQnO2


