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Romanian Dance

Diego Piñera 4+4

Tradition und Moderne gehen eine kongeniale Verbindung ein

An dieser Stelle wurden schon des Öfteren Releases des aus Montevideo stammenden und in Deutschland ansässigen Drummers, Percussionisten, Arrangeurs und Komponisten Diego Piñera erwähnt. Bei DIEGO PIÑERA 4+4 handelt es sich um ein neu gegründetes Oktett, dessen Debütalbum „Romanian Dance“ komponierte und improvisierte Musik gekonnt verbindet. Die Basis dieses Albums bildet die Beschäftigung mit dem Werk BÉLA BARTÓKs, besonders seiner rumänischen Volkstänze sowie ausgewählten Streichquartettsätzen. Die Musik integriert verschiedene kulturelle Einflüsse, insbesondere aus Lateinamerika und Osteuropa, und erforscht rhythmische Komplexität und polyrhythmische Strukturen. Auf eine emotionale und persönliche Weise spiegeln die zehn Albumtracks die Erfahrungen des Komponisten wider, insbesondere während einer schweren Krankheit. Tradition und Moderne gehen auf „Romanian Dance“ eine kongeniale Verbindung ein; gerade BARTÓK war der Begriff „Jazz“ nicht unbekannt – zu hören ist Fusion-Sound im besten Sinne, wobei asymmetrische Metren und Polyrhythmen eine große Rolle spielen. Elemente von (akustischem wie elektrischem) Jazz ergeben in Verbindung mit einem Streichquartett einen Sound, der weit über reguläre Fusion-Releases hinausgeht – sowohl intensiv als auch introspektiv. Auf diese Musik muss man sich einlassen, aber es lohnt sich. Empfehlung!(Iapetus) TheRealPal

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