Die Eventhalle war voll und los gings mit zwei Vorbands: Malvada (Brasilien) und Rook Road (Saarland). Beide Vorbands haben mir gut gefallen. Der Sound war allerdings stechend in den Höhen und brülllaut, für mich nur mit Ohrschutz genießbar. Dann kam Michael Schenker mit folgender Besetzung auf die Bühne: RD Liapakis – Vocals, Bodo Schopf – Drums, Barend Courbois – Bass und Steve Mann – Gitarre, Keyboards. Als Michael Schenker zu spielen begann, war der Sound auf einmal nicht mehr so beißend laut, sondern ausgewogen angenehm….ich bin eigentlich eher der Fan seiner Zeit mit der MSG und nicht mit UFO. Das war für mich also spannend. Die Band war auf den Punkt, da passte einfach alles. Geile Songs, perfekt gespielt, mit wunderbarem Sound. Michael Schenker war in absolut guter Spiellaune. Er sticht mit seinem Stil nach wie vor aus der breiten Masse heraus. Er ist einer der wenigen der fast ausschließlich (Achtung: „Gitarristengequatsche“) in der Dur Blues Penta unterwegs ist, wenn die meisten nur die Moll Penta spielen. Deshalb klingt er schon mal anders (ähnlich wie Steve Morse). Dann ist er der Meister der Triolen. Ich kenne wenige Rockgitarristen, bei denen die so rund und gestochen gespielt werden. Sein lyrisches Spiel mit seiner nahezu klassischen Melodieführung – ja, für das ist er bekannt und das machte ihn zum Meister – und das kam rüber. Und natürlich sein Ton mit dem langsamen Vibrato und sein ikonischer Wah Sound. Den habe ich dieses mal gar nicht so vernommen…..Vielleicht hat er das umgestellt? Ich war schon lange nicht mehr von einem Live-Gitarristen so begeistert, wie von Michael Schenker gestern. Dass der Rest der Band ebenfalls aus lauter Virtuosen bestand (Bass, Drums), das muss man eigentlich gar nicht groß erwähnen. Dazu der auch sehr gute Sideman an der Gitarre, Steve Mann – der sich bemühte, ähnlich wie Michael zu spielen, oder vielleicht genau deshalb an seiner Seite steht. Einzig der Sänger war jetzt nicht so meines, da hätte mir in der Tat der grandiose Sänger Patrik Jost von Rook Road deutlich besser gefallen, oder natürlich der MSG Shouter Eric Grönwall! Fazit: Rund herum geiles Konzert und ich hoffe, dass man von Michael Schenker noch viel hören wird. (Oli Zangl)




