Danny Bryant rockte am 6. Februar das VAZ in Burglengenfeld, nachdem er zuletzt Ende 2024 im „Airport“ in Obertraubling auf der Bühne gestanden ist, im Gepäck sein neues Album „Nothing left behind“. Und auch der Brite wirkte fast „wie neu“ – deutlich mit weniger Gewicht, bedingt durch seine gesundheitlichen Probleme wegen seiner Alkoholsucht. Doch die hat er überwunden, er agiert jetzt wesentlich dynamischer, agiler und lockerer. „I’m tougher now“ singt er selbstbewusst. Und es war ein faszinierendes, intensives Konzert mit einer langen Setlist mit alten, bekannten Songs und neuen Liedern vom neuen Album. Und das sind Lieder vom Kämpfen, Lieder vom Leben, Geschichten, die das Leben schrieb und die andere inspirieren sollen. Auf einer soliden Blues-Rock-Basis, wie von ihm gewohnt, wurde das ein exzellentes Classic-Rock-Konzert – mit Dynamik und Energie, stilistisch zwischen Deep Purple und Bruce Springsteen, aber durchaus mit seiner eigener Note. Dafür sorgte auch seine exzellente Begleitcombo – Marc Rahner (Gitarre), Jamie Pipe (Keyboards), Ardjom Feldster (Bass) und Drummer Alexander Hinz, die ihm mit viel Spaß und musikalischer Klasse auf der VAZ-Bühne den Rücken stärkten und bei „Unchained“ nacheinander mit anspruchsvollen Soli an ihren Instrumenten in den Fokus rückten. Es fällt schwer, einzelne Songs herauszuheben, da gab’s keine Durchhänger – vom satten „Swagger“ zum Auftakt, dem Aufheizer „Temperature Rising“, dem furiosen Southern Rock-Slowblues „Guntown“, „Lover Like You“, dem atmosphärisch proggigen „Enemy Inside“ und der Killerballade „Just For You“, um nur einige Beispiele zu nennen. Es war eine exzellente Show gut zwei Stunden lang, inklusive der Zugaben. Als Support heizten die Local Heroes Nez Perce Band um Joe Brandl mit harten Bluesrock ein. Tolles Konzert, aber leider vor nur gut 200 Besuchern. Wer nicht dabei war, hat was versäumt! (no.men)


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