Scheibe #11 „Dreadful Waters“ (ich kenn keines der Vorgängeralben) der Folk/Symphonic Metal-Band Coronatus aus Ludwigsburg fällt unter die Kategorie „für mich schwer anhörbar“. Es wird geflötet, gefiedelt, orchestriert was die Rechner (bzw. die Dame an der Violine) hergeben. Das Schlagzeug humpelt, die beiden Sängerinnen jubilieren mehr oder weniger ohne Unterlass (ok, die gut anhörbare Ballade „ Southern Cross“ und die nach Bonnie Tyler erinnernde dritte „Rock“stimme bei „The Ship’s cokk“ bilden eine wohltuende Abwechslung im Musical/Opernhaus) bis die Gläser brechen (oder der Zuhörer). Die Produktion ist echt grausig, denn vor allem bei den schnelleren Passagen (ja auch die gibt es hier!), hört man nur noch Matsch, den die bollernden Drums zusätzlich niederprügeln. Gitarrensoli glänzen mit Abwesenheit und generell ist das 46 Minuten lange Werk (die neun Songs laufen über sich endlos dahinziehende fünf Minuten) echt schwer am Stück anzuhören. Wer sich für viel Santiano vermischt mit dritte Liga Nightwish, Edenbridge, Visions of Atlantis oder Epcia begeistern kann, der hört hier mal rein. Alle anderen wurden hiermit gewarnt. Wagemutige hören rein oder checken YouTube . Zwei Sterne – mehr gibt’s nicht. (Massacre) HJH
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