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Butterfly and Wolf: Flow

Ronja Maltzahn

Moderner Lady-Pop – voller Ideen und Eleganz

Ronja Maltzahn bewegt sich auf ihrem Album „Butterfly and Wolf: Flow“ souverän in einem Klangraum, der sich am besten als moderner Lady‑Pop beschreiben lässt – elegant und selbstbewusst. Ihre Stimme bleibt dabei das Zentrum: warm, kraftvoll, flexibel, und immer wieder ein echter Lichtblick. Dass sie eine tolle Sängerin ist, steht außer Frage. Musikalisch arbeitet das Album mit einer vielfältigen Instrumentierung, die von akustischen Elementen bis zu elektronischen Schichten reicht. Viele Songs entfalten einen wuchtigen „Wall of Sound“, der vor allem durch reichhaltige Keyboard‑Einlagen getragen wird. Diese dichte Produktion erzeugt eine atmosphärische Fülle, die das Album über weite Strecken prägt. Gleichzeitig experimentiert Maltzahn hörbar gern; interessante Effekte und Soundspielereien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Stücke. Das sorgt für Abwechslung und verleiht dem Album eine moderne, fast cineastische Note. Allerdings kippt diese Experimentierfreude gelegentlich ins Überproduzierte. Manche Passagen wirken, als wolle die Produktion ein bisschen zu viel – ein Hauch von Effekthascherei schleicht sich ein. Besonders auffällig ist das im Song „Flow“, in dem ihre Gesangsstimme bewusst verzerrt wird. Auch wenn der Effekt kreativ und gewagt sein soll, wird er sicher nicht bei allen Hörern auf Zustimmung stoßen. Unterm Strich bleibt „Butterfly and Wolf: Flow“ ein ambitioniertes, klanglich reiches Album, das Ronja Maltzahns Talent eindrucksvoll zeigt. Es ist ein Werk voller Ideen und Pop‑Eleganz – manchmal etwas zu üppig, aber immer mit künstlerischem Anspruch. (Kick the Flame) HuGe

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal