Marilies Jagsch lebt seit Jahren mit der chronischen, leider aktuell noch nicht vollständig heilbaren Krankheit Endometriose und lässt uns roh und poetisch an ihren persönlichen Erfahrungen teilhaben, die sie auf zwingende Weise mit kollektiven Verlusten in unserer unsicheren Gegenwart verknüpft. Dieses zweite Album ist daher ebenfalls kein fröhliches, gar euphorisches Stück Musik geworden, „On The Beach“ von Neil Young wäre in etwa ein Pendant. Mit intensiver, zu tiefts berührender, leicht gebrochener Stimme werden diese Lieder gesungen. Manchmal schwebt ein Cello vorbei, das Schlagwerk klöppelt eher, als dass es schlägt, die Melancholie ist greifbar, ohne dass sie einen erschlägt. „Darata-Darata-Darataria“ singt der Chor in „Envision“ und ein Funke der Hoffnung erscheint am Firmament. Bedrückend wie beglückend. (Noise Appeal Records) HuSch
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https://youtu.be/6lsbw_f46vQ?si=89cLdD6nk0PShc_k


