Der britische Blues-Rocker möchte nichts zurücklassen. Damit meint er wohl seine Alkoholabhängigkeit, von der hier (auch) erzählt wird, die aber überwunden wurde. Man muss sich zunächst seinen Dämonen stellen, um sie am Ende zu besiegen. So ist „- Nothing Left Behind“ auch eine Art Katharsis, ein „Heilungs-Album“ geworden. Mit seinen drei Mitstreitern, definiert Bryant den Blues eher Richtung Rock, Richtung Led Zeppelin, Ten Years After oder ZZ Top. Also mehr Bonamassa, weniger Hooker. Und auch in den Balladen setzen die Stromgitarren die Akzente, wobei das Klavier- und Hammondspiel von Jamie Pipe auch seine Momente hat. Der „Enemy Inside“ -man ahnt es, hier geht es explizit um die Sucht- „schreit“ dann aber förmlich nach einer waidwunden Herz-Schmerz-Ballade die unter die Haut geht. Mit „Swagger“ macht der Mann und seine hervorragende Kapelle Deep Purple Konkurrenz, andere Titel evozieren Humble Pie, Gary Moore oder auch Walter Trout. Auf die Frage, ob es ein übergreifendes Thema beim Songwriting gab, antwortet der Künstler: „Das Album handelt von meiner Rehabilitation und davon, wie ich mein Leben verändert habe.“ Thematisch ist „Nothing Left Behind“ somit ein sehr persönliches Werk. Live kann man sich vom Heilungsprozess des Herrn Danny Bryant beim Konzert am 06.02. im VAZ in Burglengenfeld überzeugen. Angesichts dieser Platte ein Pflichttermin für alle gestandenen Blues-Rock-Fans. (In-akustik) HuSch
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https://youtu.be/DJQWyEXzc40?si=LqLVrONMzY7iAStq


