altemaelze

The way we fall

Sister

Zwischen Chaos und Kult

Auch schon ihr fünf Album in den knapp zwei Jahrzehnten ihres Bestehens veröffentlichen die Schweden Sister mit „The Way we fall“, ohne dass sich unsere Wege schon mal gekreuzt hätten. Soundmäßig brennt jedenfalls schon mal nichts an, versteht doch Jona Tee sein Handwerk als Produzent von H.E.A.T oder auch Vega. Wobei die Drums hören sich mal wieder an, als ob man sie bei Frontiers ausgeliehen hätte. Dafür sind die Gitarren voll auf der Höhe und nach den Soli kann man irgendwie seine Uhr stellen. Die zehn Songs überschreiten selten die Drei-Minuten-Marke, weshalb dann bei gut gut Minuten das kurze, aber meist gute Solo seinen Sounddienst verrichtet. Schwierigkeiten im Hard Rock/Sleaze Rock/ Metal dürfte dafür manch einer mit dem Gesang von Jamie Anderson haben, tönt der doch in den knapp 36 Minuten fast durchgehend wie der kleine Bruder von Dani FIlth oder Shagrath (Dimmu Borgir) gepaart mit Mr. Lordi. Also eher Black Metal lastig denn Vince Neil mäßig. Dafür überzeugen immer wieder sehr geschmeidige Background Chöre so wie beim recht poppigen H.E.A.T.-artigen „Mortal Sin“. Dazwischen gibt es mal Powerwolf beim Titelsong bzw. Sabaton „When she dies“, Ghost in hart „Blood Sacirifice“, etwas Punk im Sleaze Rock („Blinded and buried“ vereint das Beste der Ramones und Mötley Crüe) oder auch mal fast schon eine Alice Cooper Kopie in „Die to Live“. Damit das Geröchel einem nicht permanent auf den Zeiger geht gibt es eine feine (zumindest für meine Ohren) Ballade „Let me be your Demon“, wo er beweist, dass er auch eine richtig passable Gesangsstimme hat und seine Duettpartnerin Linda Varg (wohl eine bekannte Popsängerin in Schweden) sehr gut mit ihm harmoniert – trotz des eher schweren Themas Suizid. Der Metalwutz tanzt richtig beim groben „Rose Red“ und zusammenfassend kann man sagen, dass die Scheibe gefällt trotz der sonst eher an Variationen armen Stimme. fünf Sterne dennoch von meiner Seite. (Icons Creating Evil Art) HJH

*****

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