altemaelze

Out for Blood

Mystery

Melodischer Hard Rock mit starken Hooks

Die Australier Mystery, die von mir unbemerkt schon vier Alben veröffentlicht haben, werfen Ende Oktober Longplayer #5 mit dem Titel „Out for Blood“ auf den Markt. Beim Namen des Produzenten der Scheibe wurde ich erstmal abgeschreckt, Mikael Sehlin ist der Sänger von Amaranthe, die jetzt nicht wirklich für erdigen Sound und Musik bekannt sind, aber man kann sagen, dass er im Großen und Ganzen einen guten Job gemacht hat. Die Drums tönen leider nun etwas arg künstlich und seltsamerweise ändert sich der Gesamtsound nach den beiden knackig harten Einstiegsnummern „Out for Blood“ und „What males you lie“, die Richtung harte Steel Panther bzw. Skid Row (“Slave to the grind“ anyone?) gehen, und wird dann etwas dumpfer. Musikalisch wechselt man dann für einige Songs das Terrain und biegt ab auf den Sunset Strip und bietet fast lupenreinen Sleaze Rock/Hard Rock wie ihn Poison, Faster Pussycat, Tigertailz oder Trixter in den 80er Jahren auf ihren Debüt Scheiben feilboten. Ganz nett, nichts was man braucht, aber gespickt mit Klasse Gitarrensoli, die das Herausragende an der Scheibe sind. „Needed from You“ könnte so von Eclipse stammen, „In your arms tonigt” erinnert mich irgendwie an Alice Cooper, und die beste Nummer der Scheibe, das recht poppige „Living the Dream“, fährt großes Cheap Trick Kino auf mit etwas Beatles im Sound. Nicht gebraucht hätte ich das Quiet Riot Cover „Metal Health“ (gut gespielt, aber eher so semi vom Gesang her) bzw. das Alice Cooper-mäßige (? nicht vermerkt ob ich recht habe) „The World needs guts“, das die vierte harte Nummer darstellt, mir besser gefällt, aber leider mit einem Fade out nervt. Die 37 Minuten vergingen dennoch recht flott und am Ende sind viereinhalb Sterne nicht zu wenig. (Metalopolis Records) HJH

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