altemaelze

Live 25

The Sweet

In Top-Form

Das aktuelle The Sweet Label Metalville ist recht umtriebig, was Veröffentlichungen rund um die Band seit der noch immer aktuellen letzten Scheibe „Full Circle“ von 2024 betrifft. Diverse Live Alben, aber auch Reissues der drei Alben, die Anfang der 90er Jahre fast unbemerkt als Andy Scott’s Sweet auf den Markt kamen, sind Zeuge davon. Nun erscheint Ende Oktober mit „Live 25“ eine weitere Live-Scheibe, die im Rahmen der 2025er Tour mitgeschnitten wurde. Aus dem Promo Zettel geht nicht hervor wo genau, aber bei einer der Ansagen wird London und „Andy Scott welcome back on the Stage“ erwähnt, was den Schluss nahelegt, dass es der komplette oder teilweise Auftritt am 5. April 2025 in London im „O2 Shepherd’s Bush Empire“ gewesen sein muss. Die Band steht jedenfalls voll im Saft, der Auftritt mitunter extrem rockig (eventuell, weil mal mitunter drei Gitarren auf der Bühne hatte u.a. mit Jim Kirkpatrick von FM, der Andy Scott während seiner krankheitsbedingten Abwesenheit bei anderen Konzerten vertrat), der mehrstimmige Gesang (schon immer ein Markenzeichen der Band) sitzt perfekt wie eine enge Jeans (Action, The Six Teens) und die Produktion ist richtig stark und transparent. Die Setlist beinhaltet neben den üblichen Verdächtigen (Set me free, Ballroom Blitz, Hellraiser, Fox on the Run usw.) erstaunlicherweise nur zwei Songs von „Full Circle“ mit der recht harten Nummer „Circus“ und dem pop-rockigen „Don’t bring me Water“. Dafür mit „Windy City“ und „Lost Amgels“ zwei relativ selten bzw. erst wieder ab den 2010 Jahren gespielte Nummern vom „Off the record Album“ Longplayer. Die „Bubblegum Phase“ der Band wird nur mit einem kurzen Medley „WigWamBam/Little Willy“ abgefrühstückt. Was mich wieder, wie auch bei anderen Live CDs auch, hier stört ist die Länge. Das Album dauert ohne Intro/Outro gerade mal 69 Minuten (72 gesamt). Das Originalkonzert (wie auch das Konzert im Airport in Obertraubling kurz vorher, wo ich im Publikum stand) lief gut 90 Minuten. Warum auch immer wurden hier einige Songs außen vorgelassen, die aber live dargeboten wurden: so das zweite Glam Medley „Co-Co/Funny Funny/Poppa Joe“ und “Burn on the Flame”, die (beide ohne Andy Scott auf der Bühne dargeboten wurden und vielleicht der Grund für die Abwesenheit sind. Hätten dennoch locker auf das die Platte gepasst und gehören schließlich auch zu Sweet dazu. Somit bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack. Dennoch fünf Sterne, weil sich die Chose halt schon richtig gut anhört. (Metalville) HJH

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