Ein Band, die schon über 20 CDs bzw. EPs veröffentlich hat, und ich kenn sie nicht. Sehr ungewöhnlich, aber bei der 2007 gegründeten US Band Krallice trifft das mal zu. Deren neue Scheibe „Scour Order“, die im September wieder über ihr ursprüngliches Label Profound Lore Records, erscheint, erklärt zumindest mir warum. Progressive Post Black Metal für den man offensichtlich am MIT Musik studiert haben muss, um dem Chaos folgen zu können macht dann eher mal so semi Spass. Ewig lange Songs, bei acht Tracks sprechen wir von einer Laufzeit von über 66 Minuten, fühlen sich des Öfteren an wie lange Intros. so wie der Einstieg in die Scheibe „Agonal Shining“, der schon mal lange braucht um in die Pötte zu kommen. Der wenige Gesang erinnert dann eher an eine Punkband, und ist zudem sehr weit in den Hintergrund gemischt. Der Drummer spielt komplett was anderes als der Rest der Band, und warum man gleich zwei Gitarristen am Bord hat, wenn man davon nicht wirklich viel hört? Besser wird die Scheibe immer dann, wenn es mal ein paar normale, ruhige Passagen gibt wie bei „Grievous Corrector“, immer wieder mal Voi Vod (bis einschließlich „Dimension Hätröss“) vorbeischauen u.a. bei „Kill the Guardian“ oder auch „Unceasing Path“ und dort Morbid Angel ähnliche schleifende Passagen („Where the slime live“) einfließen. Die technischen Fähigkeiten sind ja unbestritten, wenn aber keine nachvollziehbaren Songs dabei rauskommen, macht das eher keinen Spaß sich durch die lange Scheibe durchzuquälen, obwohl ich auch gerne mal eine zünftige Black Metal Scheibe in den CD Player einlege.. Eher für Fans von u.a. Emperor gemixt mit King Crimson, Free Jazz Wolves in the Throne Room. Leider sind hier nicht mehr als dreieinhalb Sterne drin. (Profound Lore Records) HJH
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