powerconcerts
turmtheater

Mass

Kritik zum Konzert am 1. August beim „Metal United“-Festival auf dem Airport-Gelände.

Insider-Kritik von Bernd Schweinar.
Not too old to r’n‘r

MASS beim METAL UNITED im Airport Obertraubling. Kurz vor Showbeginn stand neben mir ein sehr junges Pärchen. Sie fragte, wer kommt jetzt. Er so, „Mass“ und sprach es wie eine Maß Bier. Ich wollte schon fast sagen: knie nieder und werde demütig, musste mich aber im Graben auf den Flammenwerfer konzentrieren, der zum Intro angekündigt war. MASS sind eine der wenigen Regensburger Bands mit Wikipedia-Eintrag. Mit dem längsten Text definitiv. Ihre Bandgeschichte ab 1973, ihre vielen Versuche bei den Größen der Metalbranche mitzuhalten sind viel Text wert. Dass eines ihrer Alben mal in den Albumcharts bis auf Position 4 gestiegen war, ihre internationalen Veröffentlichungen und und und – sie nützen alles nichts, weil die früheren Drogeneskapaden ehemaliger Bandmitglieder immer dann zum Absturz führten, wenn sich gerade eine Tür aufgetan hatte. Mastermind und Szene-Ikone Günter V. Radny steht noch immer hinter und über allem. Seit ein paar Jahren hat er wieder eine Formation am Start, die stabil, langlebig und musikalisch voller Kraft und Dynamik ist. Dass sie abliefern können, zeigten sie bei dieser Show einmal mehr. Dazu noch der Kommentar von A.C.Braun: Hardrock und Metal at it’s best bot das Quintett um Urgestein Günther Radny und spielte Songs aus der über 50-jährigen Karriere. Darunter Knaller wie „Back to the music“, „War Law“ und „Chained“. Diese Show machte nicht nur der Band riesigen Spaß.