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Slang Funk Slam Dunk

Liquid & Maniac

Zum 10‑jährigen Jubiläum ihres Kultalbums „Slang Funk Slam Dunk“ haben Liquid & Maniac im Innenhof des „Rehorik 190 Grad“ im Juni ein Hip-Hop-Open-Air der Extraklasse gefeiert. Klar, dass dieses Album der „Sound-Report“ für August ist.

Mit Slang Funk Slam Dunk lieferten Liquid und Maniac eines der eigenständigsten Hip-Hop-Alben des deutschsprachigen Jahres 2016 ab. Statt sich an Trap-Trends oder Chartformeln zu orientieren, setzen die beiden Regensburger konsequent auf boom-bap-inspirierten Sound, funkige Samples und kompromisslosen Mundart-Rap. Das Ergebnis ist ein Album, das sich seiner regionalen Herkunft bewusst ist, dabei aber musikalisch weit über den bayerischen Tellerrand hinausblickt. Das Album erschien im Juli über Outhere Records und umfasst zwölf Tracks mit einer Spielzeit von rund 32 Minuten.

Produzent Maniac steht dabei im Mittelpunkt des Klangbildes. Seine Beats verbinden warme Bassläufe, soulige Samples, Scratches und klassische Drum-Breaks mit einem entspannten Funk-Groove. Die Produktionen wirken organisch und lebendig, ohne nostalgisch zu klingen. Besonders Tracks wie „Funky Style“, „Dug Em Out“ oder das atmosphärische Intro „Liquiac“ zeigen, wie gekonnt Maniac klassischen Hip-Hop modern interpretiert. Liquid bleibt seinem Markenzeichen treu: Er rappt konsequent im oberpfälzischen Dialekt. Was für Außenstehende zunächst wie eine Sprachbarriere erscheinen mag, entwickelt sich schnell zu einer der größten Stärken des Albums. Sein Flow sitzt präzise auf den Beats, die Mundart erzeugt einen ganz eigenen Rhythmus und verleiht den Texten Authentizität. Statt Dialekt als Gimmick einzusetzen, nutzt Liquid ihn als selbstverständliche Ausdrucksform.

Inhaltlich verzichtet das Duo auf große Konzeptgeschichten. Die Songs kreisen um Hip-Hop-Kultur, Freundschaft, Heimat, Skateboarding, Videospiele und das entspannte Leben zwischen Selbstironie und positiver Grundhaltung. Gerade diese Unaufgeregtheit macht den Reiz des Albums aus. Slang Funk Slam Dunk will keine gesellschaftspolitische Großtat sein, sondern vermittelt vor allem Spaß an der Musik und an der eigenen Kultur.

Ein Höhepunkt ist „Bavarian Squad“, auf dem zahlreiche Größen der bayerischen Mundart-Rap-Szene gemeinsam auftreten. Der Track funktioniert als Liebeserklärung an eine Szene, die lange ein Nischendasein führte, und demonstriert gleichzeitig, wie vielfältig Dialekt-Rap klingen kann.

Fazit: Slang Funk Slam Dunk ist ein Liebhaberalbum für Fans von Sample-Rap, Boom Bap und authentischer Hip-Hop-Kultur. Liquid und Maniac beweisen, dass Mundart-Rap weder provinziell noch eindimensional sein muss. Stattdessen entsteht ein Album voller Charakter, musikalischer Qualität und eigenem Stil, das bis heute als eines der stärksten Werke des bayerischen Hip-Hop gilt.