Im Rahmen der „Here be Dragons“ Tour machte die Power Metal Supergroup um Mastermind Tobias Sammet auch wieder in Regensburg auf der sehr gut gefüllten Piazza halt und begeisterte das anwesende Publikum zweieinhalb Stunden lang. Wer sich die Band aufgrund des erst knapp zwei Jahre zurückliegenden Auftrittes im Schloss Pürkelgut entgehen ließ, dürfte sich im Nachgang geärgert haben, wurde die Setlist doch ganz schön durcheinander gewirbelt. Wen es genauer interessiert, der kann dies bei setlist.fm nachlesen. Zudem sparte man sich eine gruselige Vorband und konnte somit eine erheblich längere Show bieten, bei der die bekannt gerne mal ausufernden Ansagen von Tobias dennoch verkürzt wurden. Um 22 Uhr muss vor Ort eben Schluss sein. Erstaunlicherweise lag bei den Songs dann der Fokus mit gleich sechs Songs auf Album #3 „The Scarecrow“, was Altfans sehr erfreute. Wer die Band dann eher vom Rockradio kennt jubelte bei den beiden „Here be Dragon“ Auskopplungen „Creepshow“ und „The Witch“ mit. Auffällig war im Verlauf des Konzerts die fast vollständige Abwesenheit von Balladen bzw ruhigen Stücken. Lediglich die Zugabe „Lucifer“ mit einem längeren Gesangsintro und Klavier only part, gespielt von Tobias und das eher irisch angehauchte Schunkel-Stück „Farewell“ im Duett gesungen mit der tollen Backgroundsängerin Chiara Tricario boten etwas zum Verschnaufen für die Ohren. Wie immer ein Fest waren die anwesenden Gastsänger Bob Catley von Magnum, Ronnie Atkins von Pretty Maids, Tommy Kareivik von Seventh Wonder bzw Kamelot, Herbie Langhans und Tommy Johannson, ex Sabaton, der den verhinderten Kenny Leckremo (auf Tour mit seiner Band Heat) sehr gut ersetzte und die einige Songs dann auch ohne Tobias zum Besten gaben. Da auch die Band an sich von Feinsten war und mit u.a. mit feinsten Gitarrensoli glänzte war das ein wahrlich vergnüglicher, pünktlich endender Gig, sofern man die Gesangstimme mag. Muss man so auch mal hinbekommen. (HJH)



