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BAP

Kritik zum Konzert am 3. Juli in der Steinbruch-Arena in Burglengenfeld

Drei-Stunden-Show voller Power!

Im Rahmen der Warm-up Shows für das Highlight, das ‚50 Jahre Jubiläumskonzert‘ im Müngersdorfer Stadion am 10. Juli, machten BAP in Burglengenfeld in der coolen (mega, wenn es dann dunkel ist und der Hintergrund angestrahlt wird), fast ausverkauften Steinbruch Arena Location am 3. Juli halt. Wer nicht da war dürfte es bereut haben, bot die drei Stunden lange Show wieder Kölschrock vom Feinsten mit einer Setlist, die sich doch erheblich vom Auftritt auf der Piazza 2025 in Regensburg unterschied. Gleich 19 andere Songs, neben den Klassikern wie „Verdamp lange her“, „Ne schöne Jrooß“ oder „Nemm mech met“ auch Songs, die eher selten gespielt wurden, erfreuten das Gehör (nur „Lena“, das einige Tage vorher in Neunkirchen gespielt wurde, fiel, warum auch immer, weg) und das Publikum sang begeistert mit und sparte nicht mit Applaus. Die Band war dabei nach der langen Zeit auf Tour eingespielt wie eine gutgeschmierte Maschine und Wolfgang besser bei Stimme als letztes Jahr, wo er mit einer Erkältung zu kämpfen hatte. Ich persönlich finde ja, dass die Gebläsesektion richtig gut zum Gesamtsound der Band passt und den Songs noch mehr Tiefe verleiht. Famos auch die starke Gitarrenarbeit von Ulrich Rode, der immer wieder mal klasse Gitarrensoli einstreute („Alexandra“, „Ruhe vor’m Sturm“ bzw. „Do kann‘ zaubre“), cool die langen Hammondorgelparts von Michael Nass (u.a. „Für ne Moment“) und natürlich all die kleinen Dinge, die Multiinstrumentalistin Anne de Wolff den Songs hinzufügte (Geige, Percussion, Extra Gitarre, Cello, Okarina bei Wahnsinn). Man merkt – auf der Bühne stehen absolute Vollprofis (Drums und Bass nicht zu vergessen) die zu einer absolut harmonierenden Band zusammengewachsen sind in den vielen Jahren auf Tour. Sehr interessant fand ich die beiden Themenblöcke bestehend aus Politischem – „Widderlich“, Kristallnaach“, „Ruhe vor‘ Sturm“ (beide in Hochdeutsch gesungen) und „Arsch huh, Zäng ussenander“ – sowie poetischen Liebesliedern akustisch, unplugged dargeboten. Auch ein Rocker braucht mal einen Stuhl. „Helfe kann dir keiner“, „Paar Daach fröher“ und „Do kanns zaubre“. Nach „Verdamp lang her“ war dann nach zunächst nach gut 145 Minuten erstmal Schluss, aber die Band ließ sich natürlich nicht lumpen und legte nochmal eine halbe Stunde an Zugaben drauf u.a. mit dem schon zehn Jahren nicht mehr gespielten „Amerika“ (aus gegebenem Anlass) und dem Rausschmeißer „Jraaduss“ so dass alle Anwesenden zufrieden nach Hause gehen konnten. Exzellentes Entertainment muss man schon sagen. (HJH)