Als Teil des Duos Daft Punk hat der Mann French-House-Musik-Geschichte geschrieben, war damit weltweit erfolgreich. Solch niederen Musiken hat er schon länger abgeschworen und so widmet er sich seit längerem den Kompositionen von Ballett- und Installationsmusik. An der Schnittstelle von zeitgenössischer klassischer Musik, Avantgarde und Electronic entstehen im aktuellen Fall acht mit „Parts“ betitelte Kompositionen. Sie wirken wie der Versuch, die Mechanik des Clubbeats in höfische Geometrie zu überführen. Wo früher Maschinen schwitzten, schreiten nun Streicher und Holzbläser durch einen Raum aus Disziplin und kalkulierter Eleganz. Das komplexe Stück fasziniert in seiner Präzision, bleibt emotional jedoch oft auf Distanz — als beobachte man ein makelloses Uhrwerk hinter Glas. Gerade darin liegt aber auch vielleicht sein Reiz: ein Ballett der Kontrolle, komponiert von jemandem, der den Exzess besser kennt als die meisten anderen. (Warner) HuSch ****
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https://youtu.be/EIqllzLmHnA?si=qtQVbKIFjgzlgjdR


